Panorama

Digitalpakt 2.0: Bremen erhält 20,4 Millionen Euro für Schulen

Der Digitalpakt 2.0 ist gestartet. Bremen kann rund 20,4 Millionen Euro Bundesmittel für Netze, Geräte, Lernangebote und digitale Bildung einsetzen.

01. September 2026, 02:00 Uhr 1 Min. Lesezeit 2 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft

Der Digitalpakt 2.0 ist formell gestartet. Nach der Unterzeichnung der Verwaltungsvereinbarung durch Bund und Länder können die vorgesehenen Bundesmittel ausgezahlt werden. Die Regelung gilt rückwirkend seit dem 1. Januar 2026.

Für landesbezogene Maßnahmen in Bremen stehen rund 20,4 Millionen Euro aus Bundesmitteln bereit. Das Geld soll vor allem die digitale Ausstattung und die technischen Grundlagen an Schulen sichern und weiterentwickeln.

Netze, Geräte und Lernangebote

Gefördert werden können unter anderem Schulnetzwerke, WLAN, digitale Präsentationstechnik, mobile Endgeräte und digitale Lernangebote. Bremen verfügt bereits über zentrale technische Strukturen, eine landesweit genutzte Lernplattform und technischen Support. Seit 2020 sind Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte flächendeckend mit iPads ausgestattet; die Plattform itslearning wird nach Angaben des Bildungsressorts seit 2015 eingesetzt.

Aus dem ersten Digitalpakt Schule hat Bremen von 62,6 Millionen Euro Bundesmitteln bislang 59,4 Millionen Euro abgerufen. Von den Investitionen profitierten demnach mehr als 93.000 Schülerinnen und Schüler. Noch laufende länderübergreifende Vorhaben sollen die verbleibenden Mittel weitgehend binden.

KI und Medienkompetenz

Der neue Pakt soll nicht allein technische Anschaffungen finanzieren. Das Bildungsressort will digitale Anwendungen stärker mit Unterrichtsentwicklung verbinden, etwa bei der Erkennung von Lernständen, individueller Förderung und digitalen Lernprogrammen. Dabei sollen Lehrkräfte entscheiden, welche Anwendungen pädagogisch sinnvoll sind.

Ein weiterer Schwerpunkt ist der verantwortliche Umgang mit Künstlicher Intelligenz. Schülerinnen und Schüler sollen KI-Ergebnisse und Informationen kritisch bewerten, Desinformation erkennen und den Schutz persönlicher Daten berücksichtigen. Mit dem datenschutzkonformen KI-System AIS-Chat besteht an Schulen bereits ein Zugang zu generativer KI.

Gemeinsame Lösungen der Länder

Bundesweit sind 112,5 Millionen Euro für Projekte mehrerer Länder vorgesehen. Diese sollen gemeinsame technische Standards, digitale Bildungsinhalte sowie Diagnose- und Förderangebote ermöglichen. Bremen arbeitet an der Vorbereitung dieser Vorhaben mit und will die Lernplattform itslearning gemeinsam mit Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein weiterentwickeln.

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