Sport

DFB will Polizeikosten bei Risikospielen Vereinen weiterreichen

Der Deutsche Fußball-Bund will mögliche Gebühren für Polizeimehrkosten bei Hochrisikospielen nicht selbst übernehmen. Betroffene Vereine sollen zahlen.

11. September 2026, 12:49 Uhr 1 Min. Lesezeit 1 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) will mögliche Kosten für zusätzliche Polizeieinsätze bei Hochrisikospielen künftig an die betroffenen Fußballvereine weitergeben. Der Verband hat dazu nach einem Bericht des „Tagesspiegels“ einen Grundsatzbeschluss gefasst.

Bislang würden Vereine nur im Land Bremen für besondere Mehrkosten von Polizeieinsätzen herangezogen. Nun wolle ein weiteres Bundesland dem Bremer Vorgehen folgen. Der DFB reagiert darauf mit einer einheitlichen Linie für mögliche Gebührenbescheide.

Vereine sollen zahlen

Erhält der DFB einen Gebührenbescheid für zusätzliche Einsatzkosten bei einem als besonders risikoreich eingestuften Spiel, soll der Verband die Summe dem jeweiligen Verein in Rechnung stellen. Der DFB würde die Kosten damit nicht aus eigenen Mitteln tragen.

Im Land Bremen können Veranstalter für einen erhöhten Polizeiaufwand bei gewinnorientierten Großveranstaltungen zur Kasse gebeten werden. Im Profifußball betrifft dies insbesondere Begegnungen, bei denen die Behörden wegen möglicher Auseinandersetzungen oder anderer Sicherheitsrisiken zusätzliche Kräfte einsetzen.

Bremer Modell bleibt Ausnahme

Nach Angaben des Berichts ist Bremen bislang das einzige Bundesland, das solche Mehrkosten bei Fußballspielen Vereinen in Rechnung stellt. Dass nun ein weiteres Land ein vergleichbares Verfahren plant, erhöht nach Einschätzung des DFB die Bedeutung einer verbindlichen Kostenregelung.

Welche Vereine künftig in welchem Umfang betroffen sein könnten, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor. Entscheidend wäre jeweils, ob eine Behörde tatsächlich einen Gebührenbescheid für den zusätzlichen Polizeiaufwand erlässt.

Originalquelle

Der Tagesspiegel

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