Deutschlandticket soll 2027 auf 66,80 Euro steigen
Der Preis des Deutschlandtickets soll zum dritten Mal steigen. Bremens Linksfraktion fordert stattdessen eine deutliche Vergünstigung.
Das Deutschlandticket soll vom 1. Januar 2027 an monatlich 66,80 Euro kosten. Damit würde der Preis um 3,80 Euro steigen. Nach Angaben der Bremer Linksfraktion hat der Koordinierungsrat Deutschlandticket die Erhöhung am Mittwoch beschlossen.
Es wäre die dritte Preisanhebung seit Einführung des bundesweit gültigen Nahverkehrsabonnements. Zum Start kostete das Ticket 49 Euro pro Monat. Der derzeitige Preis liegt bei 63 Euro.
Kritik aus Bremen
Tim Sültenfuß, verkehrspolitischer Sprecher der Linken in der Bremischen Bürgerschaft, kritisiert die geplante Verteuerung. Angesichts gestiegener Lebenshaltungskosten sei eine zusätzliche Belastung für Fahrgäste das falsche Signal. Seine Fraktion fordert, das Deutschlandticket nicht nur preislich stabil zu halten, sondern wieder ein bundesweites Nahverkehrsticket für neun Euro anzubieten.
Sültenfuß stellt die höheren Kosten für den öffentlichen Nahverkehr dem Tankrabatt der Bundesregierung gegenüber. Nach Angaben der Linksfraktion verursacht diese Entlastung für den verbleibenden Teil des Jahres 2026 bundesweit Steuerausfälle von rund 2,5 Milliarden Euro.
Folgen für Bremen
Für das Land Bremen rechnet der Finanzsenator laut Mitteilung der Fraktion mit Mindereinnahmen von etwa 14 Millionen Euro. Die Linke verlangt, öffentliche Mittel stattdessen stärker für Busse, Bahnen und das Schienennetz einzusetzen.
Die Partei bewertet den Tankrabatt als falsche Prioritätensetzung und wirft der Bundesregierung vor, damit vor allem Mineralölkonzerne zu begünstigen. Zugleich fordert sie zusätzliche Investitionen in eine klimafreundliche und für breite Bevölkerungsschichten bezahlbare Mobilität.
Originalquelle
Linksfraktion BremenKommentare
Ihre Meinung zu diesem Artikel. Beiträge erscheinen sofort; die Redaktion liest mit und entfernt, was gegen Recht oder Anstand verstößt.