Canyon bei Lengerich: Türkises Wasser, aber strenge Regeln
Der frühere Kalksteinbruch im Kleefeld bei Lengerich lockt mit außergewöhnlichen Farben. Baden, Klettern und das Verlassen der Wege sind dort jedoch verboten.
Der frühere Kalksteinbruch im Kleefeld bei Lengerich bietet einen ungewöhnlichen Anblick: Je nach Licht und Wetter schimmert das Wasser blau, grün oder türkis. Die steilen Wände der stillgelegten Abbaustätte haben dem Gebiet den Beinamen „Canyon des Nordens“ eingebracht.
Von Bremen aus ist das Ziel über die A1 in etwa zwei Stunden erreichbar. Die Strecke beträgt rund 140 Kilometer. Der Steinbruch liegt in Nordrhein-Westfalen, nahe der Grenze zu Niedersachsen und hinter Osnabrück.
Geschützter ehemaliger Steinbruch
Die Landschaft entstand durch den früheren Kalksteinabbau. Das 68 Hektar große Gelände steht seit 1989 unter Naturschutz. In den vergangenen Jahrzehnten haben sich dort zahlreiche Tier- und Pflanzenarten angesiedelt, darunter geschützte Arten.
Für Besucher gelten deshalb klare Vorgaben. Baden im Wasser ist verboten. Ebenso dürfen Gäste die markierten Wege nicht verlassen, nicht klettern und nicht grillen. Fotos von Menschen im Wasser, die immer wieder online auftauchen, ändern nichts an diesen Regeln.
Blick vom Wanderweg
Erlaubt ist der Blick auf das Gelände von der Plattform „Canyon Blick“. Sie liegt an der Teutoschleife, einem etwa elf Kilometer langen Wanderweg. Für die Tour werden rund vier Stunden veranschlagt. Die Aussicht bietet einen Blick auf das Wasser und die ehemalige Abbaustätte, ohne die geschützten Bereiche zu betreten.
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