Politik

Bürgerschaft fordert bessere Anerkennung von Assistenzhunden

Die Bremische Bürgerschaft hat einen Koalitionsantrag beschlossen, der die Prüfung und Zertifizierung von Assistenzhunden voranbringen soll.

27. August 2026, 17:37 Uhr 1 Min. Lesezeit 2 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft
Bürgerschaft Bremen (Archivfoto)
Bürgerschaft Bremen (Archivfoto) | Foto: Jürgen Howaldt / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0 de

Die Bremische Bürgerschaft hat am Donnerstag einen Koalitionsantrag zur besseren Anerkennung von Assistenzhunden beschlossen. Damit sollen Verfahren für Prüfung und Zertifizierung der Tiere verlässlicher und praktikabler werden.

Assistenzhunde unterstützen Menschen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen im Alltag. Sie können bei der Orientierung helfen, auf gesundheitliche Gefahren hinweisen oder Aufgaben im Haushalt übernehmen. Dadurch sollen ihre Halterinnen und Halter selbstständiger und sicherer am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.

Standards mit Umsetzungslücken

Seit 2021 besteht grundsätzlich ein gesetzlicher Anspruch darauf, einen Assistenzhund etwa in Supermärkte, Restaurants oder Arztpraxen mitzunehmen. Bundesweit geltende Vorgaben für Ausbildung, Prüfung und Zertifizierung wurden 2023 eingeführt.

Nach Angaben der SPD-Fraktion bestehen in der Umsetzung jedoch weiterhin Lücken. So sei die vorgesehene Fachstelle für die Zulassung von Ausbildungsstätten noch nicht eingerichtet. Reguläre Prüfungen und Zertifizierungen seien deshalb derzeit nur eingeschränkt möglich. Das könne es für Betroffene erschweren, den Status ihres Hundes nachzuweisen.

Mehr Rechtssicherheit angestrebt

Mit dem beschlossenen Antrag soll eine schnelle und verlässliche Prüfung von Assistenzhunden ermöglicht werden. Der SPD-Abgeordnete und Tierschutzsprecher Holger Welt warb in der Plenardebatte dafür, die bestehenden Probleme zügig zu lösen. Ziel sei es, Menschen mit Assistenzhunden mehr Rechtssicherheit im Alltag zu geben.

Originalquelle

SPD-Fraktion Bremen

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