Bremerhavener Polizei wechselt auf neues Taser-Modell
Die Ortspolizeibehörde führt den Taser 10 ein. Seit 2018 wurden Elektroschockgeräte in Bremerhaven 131-mal eingesetzt – meist genügte die Androhung.
Die Polizei Bremerhaven stellt ihre Distanzelektroimpulsgeräte auf das Modell Taser 10 um. Ausgewählte Beamtinnen und Beamte werden dafür mehrere Tage lang geschult. Die Geräte können aus der Entfernung Stromimpulse abgeben und sollen Menschen vorübergehend handlungsunfähig machen.
Seit der Einführung im Jahr 2018 registrierte die Ortspolizeibehörde 131 Taser-Einsätze. In 87 Prozent der Fälle reichte nach Polizeiangaben bereits die Androhung aus, um die jeweilige Situation zu beruhigen. Eingesetzt oder angedroht wurden die Geräte vor allem bei Bedrohungen, Widerstand gegen Polizeikräfte sowie bei Gefahren für Leib oder Leben.
Zwischen Pfefferspray und Schusswaffe
Die Polizei sieht den Taser als zusätzliches Einsatzmittel zwischen Pfefferspray und Schusswaffe. Der Modellwechsel wird mit der technischen Weiterentwicklung der Geräte begründet. Welche technischen Unterschiede das neue Modell gegenüber den bisher genutzten Geräten aufweist, teilte die Behörde nicht mit.
Die ausgewählten Einsatzkräfte befassen sich während der Schulung mit der Bedienung und Wirkung des Taser 10. Hinzu kommen die rechtlichen Voraussetzungen und das taktische Vorgehen. Anschließend ist jedes Jahr eine Fortbildung vorgeschrieben.
Mehr Angriffe registriert
Nach der Polizeilichen Kriminalstatistik wurden 2025 in Bremerhaven 169 Übergriffe auf Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte erfasst. Zugleich stieg der Anteil der Gewaltdelikte an der gesamten registrierten Kriminalität gegenüber 2024 um rund zwei Prozentpunkte auf 20 Prozent.
Polizeidirektor Volker Ortgies bewertet die bisherigen Erfahrungen mit den Geräten als deeskalierend. Oberbürgermeister Martin Günthner verwies auf die Verantwortung, die mit deren Nutzung verbunden sei, und auf die Bedeutung einer umfassenden Aus- und Fortbildung.
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presseportal.de (recherchiert)Kommentare
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