Bremerhavener Historikerin arbeitet an UN-Ozeanbericht mit

Katrin Kleemann vom Deutschen Schifffahrtsmuseum hat erstmals am World Ocean Assessment der Vereinten Nationen mitgeschrieben.

Kultur 19. Oktober 2026, 08:37 Uhr 1 Min. Lesezeit 3 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft
Deutsches Schifffahrtsmuseum (Archivfoto)
Deutsches Schifffahrtsmuseum (Archivfoto) | Foto: Uwe H. Friese / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Die Umwelthistorikerin Katrin Kleemann vom Deutschen Schifffahrtsmuseum (DSM) in Bremerhaven ist erstmals Co-Autorin eines World Ocean Assessment der Vereinten Nationen. Der dritte Bericht beschreibt den Zustand der Weltmeere und stellt Veränderungen seit der vorherigen Ausgabe von 2021 dar.

An der Bestandsaufnahme beteiligten sich 580 Forschende aus 86 Ländern, darunter 284 Frauen. Nach Angaben des DSM wurde der Bericht vor seiner Veröffentlichung am 8. Juni von 190 Staaten geprüft und verabschiedet.

Meere unter Druck

Der Bericht betrachtet den Ozean als zusammenhängendes System, in dem biologische, physikalische und chemische Vorgänge eng mit der Atmosphäre verbunden sind. Die Meere beherbergen Millionen Arten, von denen zahlreiche noch nicht wissenschaftlich erfasst sind.

Zugleich verweist die Untersuchung auf erhebliche, vom Menschen verursachte Belastungen. Trotz bisheriger Fortschritte seien weitere und dauerhafte Anstrengungen nötig, um die Meere langfristig zu schützen.

Historische Perspektive

Kleemann arbeitete nach Angaben des Museums mehrere Monate an ihrem Beitrag und stimmte die Inhalte mit internationalen Fachleuten ab. Ihr Kapitel fasst den Forschungsstand in verschiedenen Meeresregionen seit dem zweiten Bericht zusammen. Eingeflossen sind auch neuere geschichtswissenschaftliche Arbeiten zur Ozeangeschichte, darunter Untersuchungen zum Südlichen Ozean.

Am DSM beschäftigt sich Kleemann mit der Geschichte der Deutschen Seewarte. In ihrer Promotion untersuchte sie, wie sich Vulkanausbrüche auf Umwelt und Klima auswirkten. Die Mitarbeit am UN-Bericht verband diese historische Perspektive mit Erkenntnissen anderer Fachrichtungen.

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