Bremerhavener Forscherin arbeitet an UN-Bericht zum Zustand der Meere

Katrin Kleemann vom Deutschen Schifffahrtsmuseum hat erstmals am World Ocean Assessment der Vereinten Nationen mitgewirkt.

Kultur 11. Oktober 2026, 08:48 Uhr 1 Min. Lesezeit 3 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft
Deutsches Schifffahrtsmuseum (Archivfoto)
Deutsches Schifffahrtsmuseum (Archivfoto) | Foto: Uwe H. Friese / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Die Bremerhavener Umwelthistorikerin Katrin Kleemann ist erstmals Co-Autorin eines World Ocean Assessment der Vereinten Nationen. Die Wissenschaftlerin vom Deutschen Schifffahrtsmuseum (DSM) beteiligte sich an der dritten Ausgabe der internationalen Bestandsaufnahme zum Zustand der Weltmeere.

Der Bericht wurde am 8. Juni zum Weltozeantag veröffentlicht. Nach Angaben des DSM wirkten daran 580 Forscherinnen und Forscher aus 86 Staaten mit, darunter 284 Frauen. Vor der Veröffentlichung wurde die Bestandsaufnahme von 190 Nationen geprüft und verabschiedet.

Belastungen bleiben hoch

Die Fachleute untersuchten die gegenwärtige Lage der Ozeane und verglichen sie mit den Erkenntnissen des vorherigen Berichts von 2021. Der neue Bericht betrachtet den Ozean als zusammenhängendes System, in dem biologische, physikalische und chemische Vorgänge eng mit der Atmosphäre verbunden sind.

Die Publikation verweist zugleich auf die große Artenvielfalt der Meere. Viele dort lebende Arten seien bislang nicht bekannt. Trotz bisheriger Fortschritte bestünden weiterhin erhebliche Probleme durch menschlich verursachte Belastungen. Für eine langfristig nachhaltige Entwicklung seien deshalb dauerhafte Anstrengungen und weitere Verbesserungen notwendig.

Geschichte ergänzt Naturwissenschaften

Kleemann brachte geschichtswissenschaftliche Forschung zur Entwicklung und Nutzung der Ozeane ein. Ihr Kapitel fasst neue Arbeiten zusammen, die seit dem zweiten World Ocean Assessment erschienen sind. Dazu zählen auch historische Untersuchungen zum Südlichen Ozean.

Am DSM beschäftigt sich Kleemann mit der Geschichte der Deutschen Seewarte. In ihrer Promotion untersuchte sie, wie sich Vulkanausbrüche auf Umwelt und Klima auswirkten. Für den UN-Bericht arbeitete sie über mehrere Monate mit Fachleuten aus unterschiedlichen Ländern und Disziplinen zusammen.

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