Bremerhavener Forscherin arbeitet an UN-Bericht zum Zustand der Meere

Katrin Kleemann vom Deutschen Schifffahrtsmuseum hat am dritten Weltozeanbericht der Vereinten Nationen mitgewirkt.

Kultur 04. November 2026, 15:41 Uhr 1 Min. Lesezeit 1 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft
Deutsches Schifffahrtsmuseum (Archivfoto)
Deutsches Schifffahrtsmuseum (Archivfoto) | Foto: Uwe H. Friese / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Die Umwelthistorikerin Katrin Kleemann vom Deutschen Schifffahrtsmuseum (DSM) in Bremerhaven ist erstmals Co-Autorin eines Weltozeanberichts der Vereinten Nationen. Die dritte Ausgabe des World Ocean Assessment wurde am 8. Juni zum Weltozeantag veröffentlicht. Sie untersucht den Zustand der Meere und die Entwicklung seit dem vorherigen Bericht von 2021.

An der internationalen Bestandsaufnahme waren 580 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 86 Ländern beteiligt, darunter 284 Frauen. Vor der Veröffentlichung wurde der Bericht nach Angaben des DSM von 190 Staaten geprüft und verabschiedet.

Meere unter Druck

Der Bericht betrachtet den Ozean als zusammenhängendes System, in dem biologische, physikalische und chemische Prozesse miteinander und mit der Atmosphäre verbunden sind. Die Meere beherbergen Millionen Arten, von denen zahlreiche bislang nicht wissenschaftlich beschrieben wurden.

Die Fachleute kommen zu dem Ergebnis, dass trotz erzielter Fortschritte erhebliche Probleme fortbestehen. Entscheidend sei, die vom Menschen verursachten Belastungen zu begrenzen. Für eine langfristig nachhaltige Entwicklung seien weitere und dauerhafte Anstrengungen notwendig.

Historische Perspektive

Kleemann fasste für ihren Beitrag den aktuellen Forschungsstand zu verschiedenen Meeresregionen zusammen. Dabei bezog sie auch geschichtswissenschaftliche Arbeiten zur Ozeangeschichte ein, die in den vergangenen fünf Jahren erschienen sind. Dazu gehörten Untersuchungen über den Südlichen Ozean.

Am DSM beschäftigt sich Kleemann mit der Geschichte der Deutschen Seewarte. In ihrer Promotion untersuchte sie, wie sich Vulkanausbrüche auf Umwelt und Klima auswirkten. An dem UN-Beitrag arbeitete sie mehrere Monate lang und stimmte die Inhalte mit Fachleuten unterschiedlicher Disziplinen und Länder ab.

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