Bremerhaven testet App für freiwillige Katastrophenhelfer

Eine App soll freiwillige Helfer in Bremerhaven erfassen und bei Katastrophen gezielt mobilisieren. Der Bund finanziert die beschlossene Pilotphase.

Panorama 21. September 2026, 02:00 Uhr 1 Min. Lesezeit 1 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft
Mobile Helfer (Archivfoto)
Mobile Helfer (Archivfoto) | Foto: Bundesarchiv, Bild 183-86472-0001 / Kohls, Ulrich / CC-BY-SA 3.0 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 de

Bremerhaven will spontane Hilfe bei Katastrophen künftig besser organisieren. In einer beschlossenen Pilotphase des Projekts „Mobile Helfer“ soll eine App erprobt werden, über die sich Freiwillige registrieren können. Einsatzkräfte sollen dadurch einen Überblick über verfügbare Helfer und deren Fähigkeiten erhalten.

Im Ernstfall könnten geeignete Freiwillige über die Anwendung gezielt aktiviert und mit den notwendigen Informationen für ihren Einsatz versorgt werden. Das Projekt soll damit vor allem die Koordination von Menschen erleichtern, die kurzfristig Unterstützung leisten wollen.

Bund trägt Pilotkosten

Entwickelt wurde das System von der Bundesarbeitsgemeinschaft Erste Hilfe und dem Verein Mobile Retter. Die Kosten der Pilotphase übernimmt nach Angaben aus Bremerhaven das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

Für die Stadt sollen während des Testbetriebs keine zusätzlichen finanziellen Belastungen entstehen. Allerdings müssen Beschäftigte der Verwaltung Zeit für die Umsetzung und Begleitung des Projekts aufbringen. Angaben zum Beginn und zur Dauer der Pilotphase liegen bislang nicht vor.

SPD unterstützt das Vorhaben

Die SPD-Fraktion in der Bremerhavener Stadtverordnetenversammlung begrüßt den geplanten Einsatz der App. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Sprecherin für öffentliche Sicherheit, Martina Kirschstein-Klingner, sieht darin eine Möglichkeit, den Bevölkerungsschutz mit digitalen Mitteln weiterzuentwickeln.

Ob und in welcher Form das System nach dem Test dauerhaft eingesetzt wird, ist noch offen. Zunächst soll die Pilotphase zeigen, wie sich registrierte Freiwillige im Katastrophenfall sinnvoll in bestehende Strukturen einbinden lassen.

Orte

Bremerhaven

Originalquelle

Nordsee-Zeitung

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