Bremer Taxis führen ab November Festpreise für Bestellungen ein
Bei vorbestellten Taxifahrten in Bremen können Fahrgäste ab 1. November 2026 einen verbindlichen Preis vereinbaren. Am Taxistand bleibt der Taxameter maßgeblich.
Für vorbestellte Taxifahrten in Bremen können Fahrgäste ab dem 1. November 2026 verbindliche Festpreise vereinbaren. Die städtische Deputation für Mobilität, Bau und Stadtentwicklung hat die neue Regelung beschlossen. Sie gilt bei Buchungen per Telefon, E-Mail oder App, wenn Start und Ziel vorab feststehen.
Wer ein Taxi auf der Straße anhält oder an einem Taxistand einsteigt, bezahlt weiter nach dem Taxameter. Auch bei einer Bestellung soll weiterhin die Möglichkeit bestehen, den regulären Taxametertarif zu wählen. Vermittler müssen darauf vor der Buchung hinweisen.
Preis vor Fahrtbeginn
Der vereinbarte Festpreis muss vor Fahrtantritt bestätigt werden. Er soll Datum und Uhrzeit sowie sämtliche Zuschläge ausweisen. Damit tragen Fahrgäste bei Festpreisfahrten nicht mehr das Risiko zusätzlicher Kosten durch Staus oder Umleitungen.
Als Grundlage für den Preis dient ein Referenzwert aus Mindestfahrpreis, Kilometerpreis für die kürzeste Route und einem pauschalen Aufschlag von zwölf Prozent für durchschnittliche Wartezeiten. Der Betrag wird auf den nächsten vollen Euro aufgerundet. Vom Referenzpreis darf der vereinbarte Preis höchstens zehn Prozent nach oben oder sieben Prozent nach unten abweichen.
Daten für die Kontrolle
Die Berechnung stützt sich laut Mobilitätsressort auf rund 71.100 bereinigte Datensätze aus Bremer Taxifahrten des Jahres 2025. Demnach machten verkehrsbedingte Wartezeiten 11,6 Prozent des Taxiumsatzes aus. Für Fahrgäste mit Behinderung sind keine abweichenden Entgelte vorgesehen.
Vermittler müssen der Genehmigungsbehörde künftig vierteljährlich Daten zu sämtlichen Festpreisfahrten übermitteln. Die rechtliche Grundlage für solche Preise besteht bundesweit seit 2021.
Originalquelle
Senatspressestelle BremenKommentare
Ihre Meinung zu diesem Artikel. Beiträge erscheinen sofort; die Redaktion liest mit und entfernt, was gegen Recht oder Anstand verstößt.