Bremer Stimmen zu KI: Zwischen Skepsis und vorsichtigem Nutzen
Künstliche Intelligenz gehört für viele zum Alltag. In Bremen reichen die Einschätzungen von deutlichem Misstrauen bis zu einem vorsichtigen Plädoyer für einen kontrollierten Einsatz.
Künstliche Intelligenz gehört für viele zum Alltag. In Bremen reichen die Einschätzungen von deutlichem Misstrauen bis zu einem vorsichtigen Plädoyer für einen kontrollierten Einsatz.
Künstliche Intelligenz wird in Bremen unterschiedlich bewertet. Während einige Befragte vor Kontrollverlust, Fehlern und möglichen Folgen für Arbeitsplätze warnen, sehen andere in der Technik einen praktischen Nutzen – sofern Menschen die Verantwortung behalten.
KI kann etwa Texte und Bilder erzeugen, Rechtschreibung prüfen oder Daten auswerten. Solche Anwendungen können Arbeitsschritte verkürzen. Zugleich wachsen Sorgen, weil sich die Technologie schnell entwickelt und nicht fehlerfrei arbeitet.
Skepsis bei Älteren
Elke Horstmann, 68, steht dem Einsatz von KI zurückhaltend gegenüber. Sie bezweifelt, dass die Technik für sie eine Chance ist, und nennt fehlendes Vertrauen als Hauptgrund. Den Umgang mit KI betrachtet sie auch als Generationenfrage: Jüngere Menschen seien aus ihrer Sicht mit digitalen Angeboten vertrauter.
Horstmann und ihr Mann nutzten weder Smartphone noch Internet. Sie könne sich vorstellen, dass KI jüngeren Generationen helfen kann, wenn ihre Nutzung sicherer werde. Gleichzeitig fürchtet sie, dass automatisierte Anwendungen Arbeitsplätze verdrängen könnten.
Verantwortung bleibt wichtig
Petra Dietrich-Klett hält KI grundsätzlich für nützlich, knüpft dies aber an einen verantwortungsvollen Umgang. Menschen sollten sich nicht vollständig auf technische Vorschläge verlassen. Als Beispiel nennt sie Navigationsgeräte: Wer deren Vorgaben ungeprüft folge, treffe möglicherweise weniger eigene Entscheidungen.
Auch ihre 15-jährige Tochter Viktoria sieht Möglichkeiten, etwa bei der Bildbearbeitung. Kritisch bewertet sie jedoch, dass Mitschülerinnen und Mitschüler Hausaufgaben mithilfe von KI erledigten. Nach ihrer Beobachtung greifen auch Lehrkräfte auf ChatGPT zurück. Für sie ersetzt das nicht die eigene Auseinandersetzung mit dem Lernstoff.