Wolters insolvent: Hemelinger wird vorerst weiter gebraut
Die Brauerei Wolters in Braunschweig hat Insolvenz angemeldet. Für Hemelinger soll die Produktion zunächst weiterlaufen, Markeninhaber Ahlers prüft aber Alternativen.
Die Brauerei Wolters in Braunschweig hat Insolvenz angemeldet. Für Hemelinger soll die Produktion zunächst weiterlaufen, Markeninhaber Ahlers prüft aber Alternativen.
Das Hemelinger Bier wird trotz der Insolvenz seines Produzenten zunächst weiter in Braunschweig gebraut. Die Brauerei Hofbrauhaus Wolters hat im Juni ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Einschränkungen bei der Herstellung der Bremer Biermarke sind bislang nicht bekannt.
Getränke Ahlers aus Achim, Inhaber der Marke und des Vertriebs von Hemelinger, bereitet sich zugleich auf mögliche Änderungen vor. Das Unternehmen prüft vorsorglich weitere Brauereien als Produktionspartner. Sollte die Sanierung von Wolters scheitern, könnte die Herstellung verlagert werden.
Marke bleibt bei Ahlers
Ein Ende der Produktion bei Wolters bedeutete nicht automatisch das Aus für Hemelinger. Die Rechte an der Marke liegen seit 2008 bei Getränke Ahlers. Das Familienunternehmen hatte sie damals vom Braukonzern AB InBev erworben.
Wolters braut Hemelinger Pils seit 2011 im Auftrag von Ahlers; Hemelinger Spezial kam Anfang 2012 hinzu. Nach Angaben der Marke wird dabei das ursprüngliche Rezept verwendet. Ahlers steht nach eigenen Angaben in engem Kontakt mit der Brauerei.
Hohe Kosten und schwacher Absatz
Wolters führt den Betrieb während des Verfahrens weiter. Bei einer Insolvenz in Eigenverwaltung bleibt die Geschäftsführung im Amt, während ein gerichtlich eingesetzter Sachwalter die Sanierung überwacht.
Als Gründe für den Insolvenzantrag nannte Wolters hohe Produktions- und Energiekosten sowie einen rückläufigen Bierabsatz. Bereits im Mai hatte die Brauerei angekündigt, bis zu 30 Arbeitsplätze abzubauen, das Exportgeschäft weitgehend einzustellen und sich stärker auf ihr regionales Geschäft zu konzentrieren.