Bremer Bibliotheken rückten Einsamkeit in den Mittelpunkt
Mit Gesprächen, Workshops und gemeinsamen Aktionen widmete sich die Stadtbibliothek Bremen drei Wochen lang sozialer Isolation.
Die Stadtbibliothek Bremen hat Einsamkeit und soziale Isolation zum Schwerpunkt ihrer diesjährigen Aktionstage Nachhaltigkeit gemacht. Vom 18. September bis zum 8. Oktober beschäftigten sich mehrere Bibliotheken mit der Frage, wie Begegnungen und gesellschaftliche Teilhabe gefördert werden können.
Zum Auftakt erläuterte der Soziologe Janosch Schobin am 22. September unterschiedliche Formen und Ursachen von Einsamkeit. Dabei ging es auch um den Einfluss gesellschaftlicher Veränderungen.
Gespräche und Kontakte
Das weitere Programm verband Information mit Gelegenheiten zum Kennenlernen. Mediatorin Petra Haslop gestaltete ein Angebot zum Zuhören und Gehörtwerden. Ein Speed-Dating für Menschen ab 60 Jahren sollte neue Kontakte ermöglichen. Im Workshop „Verbundenheit wagen“ konnten Teilnehmende ihre eigenen sozialen Beziehungen betrachten.
Auch digitale Entwicklungen waren Thema. Medienpädagoge Markus Gerstmann setzte sich mit der Frage auseinander, welche Folgen es haben kann, wenn künstliche Intelligenz als Beziehungspartner wahrgenommen wird. Ein Naturspaziergang mit Virtual Reality verband gemeinschaftliche Erlebnisse mit digitaler Technik.
Gemeinsam aktiv
In Vegesack standen ein gemeinsames Abendessen und ein Filmabend auf dem Programm. Beim „Grünen Samstag“ sammelten Teilnehmende Müll, probierten gerettete Lebensmittel und tauschten sich über nachhaltiges Handeln aus. Eine Spielzeugtauschbörse bot zudem die Möglichkeit, gut erhaltene Spielsachen zu tauschen oder zu spenden.
Die Bibliothek ordnete die Veranstaltungen den 17 globalen Nachhaltigkeitszielen zu. Im Mittelpunkt standen dabei soziale Teilhabe, Gesundheit und Gemeinschaft.
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