Bremens Büromarkt schwächelt – Logistikflächen werden knapp
Der Bremer Immobilienmarkt entwickelt sich uneinheitlich: Weniger Bürovermietungen treffen auf geringe Leerstände und steigende Spitzenmieten.
Auf dem Bremer Immobilienmarkt sind moderne Büro- und Logistikflächen zunehmend gefragt, während das verfügbare Angebot knapp bleibt. Das geht aus dem Immobilienmarkt-Report 2026 der WFB Wirtschaftsförderung Bremen hervor. Hohe Bau- und Finanzierungskosten belasten demnach weiterhin die Branche.
Der Büroflächenumsatz sank 2025 auf rund 70.000 Quadratmeter. Im Vorjahr waren es noch 89.000 Quadratmeter. Abschlüsse über mehr als 5.000 Quadratmeter gab es nicht. Für 2026 erwartet der Report einen Umsatz zwischen 60.000 und 90.000 Quadratmetern.
Büromieten steigen
Ende 2025 standen rund 215.000 Quadratmeter Bürofläche leer. Die Leerstandsquote erhöhte sich geringfügig von 5,4 auf 5,5 Prozent. Zugleich stieg die Spitzenmiete um etwa sieben Prozent auf 16,50 Euro je Quadratmeter.
Besonders gefragt sind hochwertige Gebäude in zentralen Lagen. Auf die Überseestadt und die Innenstadt entfielen 2025 zusammen knapp 40 Prozent der vermieteten oder selbst genutzten Flächen. Die Airport-Stadt kam auf fast 25 Prozent. Zu den größeren Neubauvorhaben gehören das Bürogebäude GRØN auf der Überseeinsel und ein Medizinisches Versorgungszentrum in Oberneuland.
Kaum freie Logistikflächen
Der Bestand an Logistikimmobilien erreichte 2026 mit knapp 3,52 Millionen Quadratmetern einen Höchststand. Dennoch halbierte sich der Leerstand nahezu auf 3,09 Prozent. Der Flächenumsatz ging von 325.700 auf 162.100 Quadratmeter zurück. Als einen wesentlichen Grund nennt der Bericht das begrenzte Angebot.
Bestandsflächen kosten im Durchschnitt rund 5,65 Euro je Quadratmeter. Für moderne Neubauten im Güterverkehrszentrum und im Gewerbepark Hansalinie werden Spitzenmieten von 6,75 bis 7,10 Euro erreicht. Weitere Kapazitäten sollen ab 2027 entstehen.
Investitionen bleiben gedämpft
Das Transaktionsvolumen für Gewerbeimmobilien stieg 2025 leicht auf 323,2 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr 2026 wurden Immobilien für 121,7 Millionen Euro gehandelt. Die WFB rechnet zwar mit einer leichten Belebung, aber nicht mit einer schnellen Rückkehr zu früheren Höchstständen.
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WFB Wirtschaftsförderung BremenKommentare
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