Bremen will Spezialkontrollen gegen Raser und Autoposer zurückholen

Eine frühere Kontrollgruppe der Polizei soll wieder eingesetzt werden. Die Koalition fordert zudem schärfere Folgen bei manipulierten Fahrzeugen.

Politik 22. September 2026, 17:56 Uhr 1 Min. Lesezeit 2 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft
Stadtbürgerschaft Bremen (Archivfoto)
Stadtbürgerschaft Bremen (Archivfoto) | Foto: Jürgen Howaldt / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0 de

In Bremen soll erneut eine spezialisierte Polizeieinheit gegen illegale Autorennen, manipulierte Fahrzeuge und unnötigen Motorenlärm vorgehen. Die Regierungskoalition will die 2024 aufgelöste Kontrollgruppe „Raser und Poser“ wieder einsetzen. Auch die CDU hat einen Antrag zum schärferen Vorgehen gegen die Szene vorgelegt.

Die Stadtbürgerschaft berät über die Vorschläge. Anlass sind wiederholte Beschwerden aus Wohngebieten und gefährliche Fahrmanöver. Zuletzt hatte die Polizei nach einem mutmaßlichen Straßenrennen auf der Kurfürstenallee in Schwachhausen die Führerscheine zweier Männer eingezogen.

Verdächtige Autos abschleppen

Nach dem Willen der Koalition soll die Polizei Fahrzeuge abschleppen und untersuchen lassen können, wenn der Verdacht auf unzulässige Umbauten besteht. Bestätigt sich eine Manipulation, sollen die Halter die Kosten für Begutachtung, Stilllegung, Rückbau und eine erneute Prüfung der Verkehrssicherheit tragen.

Der innenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Kevin Lenkeit, hält die bisherigen Sanktionen für unzureichend. Nach seinen Angaben werden entsprechende Verstöße bislang mit Bußgeldern von etwa 80 oder 100 Euro geahndet. Punkte im Fahreignungsregister kämen dabei nicht hinzu. Die höheren Folgekosten einer technischen Überprüfung und des Rückbaus sollen stärker abschrecken.

Einheit bestand fünf Jahre

Eine auf Raser und Autoposer ausgerichtete Kontrollgruppe arbeitete in Bremen bereits von 2019 bis 2024. Sie wurde nach Angaben der SPD wegen knapper Personalressourcen eingestellt. Nach der Aufstockung des Polizeipersonals sieht die Koalition nun Spielraum für einen Neustart. Zugleich soll geprüft werden, ob die technische Ausstattung der Einheit verbessert werden kann.

Als ein Schwerpunkt gilt die Überseestadt, in der die Tuning-Szene nach Einschätzung der SPD gewachsen ist. Beschwerden über Motorenlärm und riskantes Fahrverhalten gibt es jedoch auch aus anderen Bremer Stadtteilen.

Originalquelle

SPD-Fraktion Bremen

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