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Bremen verlängert Beratung gegen Abbrüche in der Pflegeausbildung

Das Projekt „Pflegeausbildung – Bleib dran“ läuft weitere drei Jahre. Es berät Pflege-Auszubildende bei Problemen, die einen Abbruch der Ausbildung begünstigen können.

03. September 2026, 02:00 Uhr 1 Min. Lesezeit 2 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft
Bremen verlängert Beratung gegen Abbrüche in der Pflegeausbildung
Foto: Arbeitnehmerkammer Bremen

Das Beratungsprojekt „Pflegeausbildung – Bleib dran“ wird im Land Bremen bis 2029 fortgesetzt. Das Angebot richtet sich an Auszubildende in Pflegeberufen, die über einen vorzeitigen Abbruch nachdenken. Die Beratung ist kostenlos, vertraulich, freiwillig und unabhängig von Pflegeschulen sowie Ausbildungsträgern.

Beraterinnen unterstützen an allen elf Pflegeschulstandorten im Land Bremen. Themen können finanzielle Sorgen, die Wohnungssuche, familiäre Belastungen, Konflikte im Arbeitsalltag, gesundheitliche Probleme oder Fragen zu Behörden und beruflichen Perspektiven sein. Seit dem Start 2023 fanden nach Angaben des Senats mehr als 300 Beratungen statt.

Abbruchquote gesunken

2025 lag die Vertragslösequote in der Pflegeausbildung im Land Bremen bei 31,3 Prozent. Ein Jahr zuvor waren es 34,6 Prozent. Besonders häufig nutzen Auszubildende im ersten Ausbildungsjahr sowie Menschen mit Migrationshintergrund das Angebot.

Im vergangenen Jahr begannen 667 Menschen eine Ausbildung zur Pflegefachkraft. 2024 waren es 617, 2020 noch 419. Insgesamt befanden sich 2025 mehr als 1600 Personen in der Pflegefachausbildung; hinzu kamen knapp 200 Teilnehmende einer Pflegehilfeausbildung.

Fachkräfte werden benötigt

Der Senat verweist auf den wachsenden Bedarf an Pflegepersonal. Nach Angaben der Arbeitnehmerkammer ist etwa jede dritte Pflegekraft im Land Bremen mindestens 55 Jahre alt. Um den Bedarf zu decken, müssten jährlich rund 530 Menschen ihre Pflegeausbildung erfolgreich abschließen. Bis 2035 werden in Bremen etwa 1400 zusätzliche Pflegefachkräfte benötigt.

In der neuen Projektphase sind auch Workshops für Lehrkräfte, Praxisanleitende und Beschäftigte in Ausbildungseinrichtungen geplant. Das Beratungsangebot soll vor allem verhindern, dass Ausbildungen vorschnell beendet werden.

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