Bremen schiebt mutmaßlichen Taschendieb nach Moldau ab
Ein 34-Jähriger soll in Bussen und Straßenbahnen der BSAG wiederholt Taschen und Rucksäcke bestohlen haben. Nun wurde er nach Moldau abgeschoben.
Ein 34-jähriger moldauischer Staatsangehöriger ist aus Bremen nach Moldau abgeschoben worden. Nach Angaben der Innenbehörde soll der Mann über Monate hinweg in Bussen und Straßenbahnen der Bremer Straßenbahn AG (BSAG) Taschen und Rucksäcke von Fahrgästen entwendet haben.
Die Polizei Bremen hatte ihn am 1. Juli 2025 als Intensivtäter eingestuft. Ausschlaggebend für die Abschiebung war nach Behördenangaben nicht allein der Verdacht auf Diebstähle, sondern auch, dass der Mann kein Aufenthaltsrecht in Deutschland hatte.
Ermittlungen gebündelt
Nach der Einstufung bündelte die Polizei die Verfahren gegen den 34-Jährigen. Sie wertete unter anderem Videoaufzeichnungen aus den Fahrzeugen aus und leitete die zusammengetragenen Fälle an die Staatsanwaltschaft weiter. Zuletzt waren in den polizeilichen Systemen neun offene Aufenthaltsermittlungen vermerkt. Eine Ausreiseverfügung sowie ein Passdokument lagen vor.
Zentralstelle setzte Ausreise durch
Die Abschiebung organisierte die Zentralstelle Rückführungen im Innenressort. Die Einheit bearbeitet seit 2018 Fälle von Personen, die ausreisepflichtig sind und als Gefährder, Schwerkriminelle oder Intensivtäter eingestuft werden. Im vorliegenden Fall arbeiteten Polizei und Innenbehörde zusammen: Die Polizei führte die Ermittlungen, die Zentralstelle setzte die Ausreise um.
Für Fahrgäste in Bremen bleibt der Schutz vor Taschendiebstahl ein Thema. Polizei, BSAG und der Weisse Ring informieren nach Angaben der Behörden regelmäßig in Fahrzeugen über Vorsichtsmaßnahmen. Dazu gehören Hinweise, Wertgegenstände und Portemonnaies möglichst nah am Körper und sicher verschlossen zu tragen.
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Senatspressestelle BremenKommentare
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