Bremen erprobt digitale Zeiterfassung für Lehrkräfte

Ein Pilotprojekt soll die tatsächliche Arbeitszeit von Lehrkräften sichtbar machen. Bei einer Fachtagung wurden erste Erfahrungen diskutiert.

Politik 04. November 2026, 12:00 Uhr 1 Min. Lesezeit 1 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft

Bremen testet seit dem Sommer 2026 eine digitale Erfassung der Arbeitszeit von Lehrkräften. Bei einer Fachtagung im Landesinstitut für Schule haben Fachleute aus Bildungspolitik, Verwaltung und Schulpraxis am Mittwoch über das Pilotprojekt und mögliche neue Arbeitszeitmodelle beraten.

Ziel des Vorhabens ist es, neben den Unterrichtsstunden auch weitere Aufgaben im Schulalltag nachvollziehbar abzubilden. Dazu zählen Tätigkeiten, die im bisherigen System der festgelegten Unterrichtsverpflichtung nur eingeschränkt sichtbar werden. Konkrete Ergebnisse des Bremer Versuchs wurden in der Mitteilung zur Tagung nicht genannt.

Erfahrungen aus Bremen

Einblicke in das Projekt gaben Schulleiter Jonathan Dauber und Lehrer Björn Wolf von der Oberschule an der Lerchenstraße in Bremen-Nord. Außerdem berichtete Projektkoordinator Kolja Buß aus der Bildungsbehörde. Bildungssenator Mark Rackles erklärte, das Bremer Modell solle eine realitätsnahe Betrachtung der geleisteten Arbeit ermöglichen und könne auch für andere Bundesländer Anhaltspunkte liefern.

Auf dem Podium diskutierten Rackles, Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Dorit Stenke sowie Leitungskräfte von Schulen in Nordrhein-Westfalen über die Bedeutung der Arbeitszeiterfassung. Weitere Beiträge befassten sich mit Forschungsergebnissen und internationalen Erfahrungen.

Schulorganisation im Blick

Die Teilnehmenden erörterten auch, wie eine veränderte Verteilung der Arbeitszeit die Organisation von Schulen beeinflussen könnte. Dabei ging es nicht allein um die Dokumentation von Stunden, sondern ebenso um zeitliche Spielräume für pädagogische und organisatorische Aufgaben.

Ausgerichtet wurde die Tagung vom Bremer Bildungsressort gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Bildungsverwaltung, der Deutschen Telekom Stiftung und dem Netzwerk Schulentwicklung.

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