Bovenschulte stärkt Klingbeil vor Neuwahl der SPD-Spitze
Bremens Bürgermeister sieht keinen Grund für einen Wechsel an der SPD-Spitze. Für den Co-Vorsitz nennt er Manuela Schwesig und Anke Rehlinger.
Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte hat sich für einen Verbleib von Lars Klingbeil an der SPD-Spitze ausgesprochen. Klingbeil leiste gute Arbeit, sagte der SPD-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Eine personelle Veränderung auf dieser Position sei aus seiner Sicht nicht nötig.
Klingbeil ist neben seinem Parteiamt auch Vizekanzler. Bovenschulte hält diese Verbindung weiterhin für vertretbar. Parteivorsitz und Ministeramt müssten nicht zwingend voneinander getrennt werden.
Zwei Namen für Bas-Nachfolge
Für die Nachfolge der scheidenden Co-Vorsitzenden Bärbel Bas brachte Bovenschulte zwei Ministerpräsidentinnen ins Gespräch. Sowohl Mecklenburg-Vorpommerns Regierungschefin Manuela Schwesig als auch die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger seien für die Aufgabe geeignet.
Zugleich sprach sich der Bremer Regierungschef dafür aus, die SPD weiterhin von einer Doppelspitze führen zu lassen. Angesichts der schwierigen politischen Lage solle die Partei ihre Führungsstruktur nicht grundlegend verändern.
Entscheidung im Januar
Bas hatte am 12. Oktober angekündigt, sowohl den Parteivorsitz als auch ihr Ministeramt abzugeben. Die SPD will ihre gesamte Führung auf einem Parteitag im Januar neu wählen.
Ob Klingbeil erneut für den Vorsitz kandidiert, ist bislang offen. Offizielle Bewerbungen liegen noch nicht vor. Als weiterer möglicher Kandidat für die Parteispitze wird der frühere Bundesarbeitsminister Hubertus Heil genannt.
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