Bovenschulte lehnt Mehrarbeit ohne Lohnausgleich ab
Bremens Bürgermeister warnt davor, wirtschaftlichen Druck auf Beschäftigte abzuwälzen. Mehr Arbeit zum gleichen Lohn sei keine tragfähige Strategie.
Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) hat Forderungen nach längeren Arbeitszeiten ohne zusätzliche Bezahlung zurückgewiesen. Mehr Arbeit für den bisherigen Lohn sei keine tragfähige Strategie, sagte er laut einem Bericht von „Auto Motor und Sport“.
Der Bürgermeister warnte davor, wirtschaftliche Schwierigkeiten vorrangig von den Belegschaften auffangen zu lassen. Beschäftigte dürften nicht als einfache Lösung für sämtliche Probleme eines Unternehmens betrachtet werden.
Mercedes-Werk im Blick
Bovenschultes Äußerungen beziehen sich auf die Debatte um das Mercedes-Werk in Bremen. Damit stellt er sich gegen Ansätze, die Arbeitskosten durch längere Arbeitszeiten bei unverändertem Gehalt zu senken. Der Standort zählt zu den bedeutenden Industriebetrieben der Stadt.
Die Stellungnahme fällt in eine angespannte tarifpolitische Lage. Gewerkschaften und Arbeitgeber ringen um den Umgang mit wirtschaftlichem Druck, Kosten und der künftigen Beschäftigung in der Industrie. Bovenschulte fordert dabei, die Interessen der Arbeitnehmer nicht zum nachgeordneten Faktor zu machen.
Zölle ebenfalls Thema
In dem Bericht äußerte sich der Bürgermeister zudem zu niedrigen Zöllen auf chinesische Plug-in-Hybride. Plug-in-Hybride sind Fahrzeuge, die einen Verbrennungs- und einen Elektromotor kombinieren und extern geladen werden können. Weitere Einzelheiten zu Bovenschultes Position in der Zollfrage gehen aus der vorliegenden Meldung nicht hervor.
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