Bahn verschiebt Sanierung: Bremerhaven warnt vor langfristigen Folgen
Die Sanierung der Strecke Bremen–Bremerhaven startet nicht 2027. Das erleichtert die Planung zum Stadtjubiläum, verzögert aber womöglich wichtige Ausbauprojekte.
Die Deutsche Bahn verschiebt die für den Sommer 2027 geplante Sanierung der Strecke zwischen Bremen und Bremerhaven. Für Bremerhaven bringt die Entscheidung zunächst eine Entlastung: Während des Stadtjubiläums bleibt die Stadt per Bahn erreichbar. Zugleich ist offen, welche Folgen die Verzögerung für das bereits stark beanspruchte Schienennetz und geplante Ausbauprojekte hat.
Oberbürgermeister Martin Günthner kündigte Gespräche mit der Bahn und dem Land Bremen an. Dabei soll es auch um die Schieneninfrastruktur für den Hafen gehen. Ein neuer verbindlicher Termin für die Arbeiten wurde in der Mitteilung der Stadt nicht genannt.
Keine parallelen Sperrungen
Ursprünglich sollte die sogenannte Korridorsanierung im Sommer 2027 stattfinden. Land und Stadt hatten bereits Vorbereitungen für einen Schienenersatzverkehr getroffen. Gleichzeitig plant die Autobahn GmbH Arbeiten an der Moorbrücke der A 27.
Durch die Verschiebung drohen die Einschränkungen auf Straße und Schiene nun nicht zeitgleich zusammenzufallen. Nach Einschätzung Günthners verhindert dies, dass Bremerhaven während der Bauarbeiten an der Autobahn auch auf der Schiene weitgehend vom Verkehr abgeschnitten wird.
Ausbau in Lehe betroffen
Mit der Streckensanierung ist nach Angaben der Stadt auch der Umbau des Bahnhofs Bremerhaven-Lehe verbunden. Dort soll ein dritter Bahnsteig entstehen. Dieser gilt als Voraussetzung dafür, die Regio-S-Bahn-Linie RS2 durchgehend im Halbstundentakt fahren zu lassen.
Ob und wie weit sich dieses Vorhaben ebenfalls verzögert, ist noch ungeklärt. Die Stadt will deshalb mit Bahn und Land klären, welche Projekte von dem geänderten Zeitplan betroffen sind und wie Bremerhavens Anbindung langfristig gesichert werden kann.
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