40 Stimmen umgeben das Publikum im Bremer Dom
Thomas Tallis’ Motette „Spem in alium“ erklingt am 31. Oktober dreimal im St. Petri Dom. Für das räumliche Klangerlebnis werden die Kirchenbänke entfernt.
Thomas Tallis’ 40-stimmige Motette „Spem in alium“ wird am 31. Oktober 2026 dreimal im St. Petri Dom in Bremen aufgeführt. Die jeweils einzelnen Aufführungen beginnen um 16, 17 und 18 Uhr. Der Eintritt ist frei, die Domgemeinde bittet um Spenden für die Dom-Musik.
Für das Konzert wird der Innenraum der Kirche umgestaltet. Die Kirchenbänke werden entfernt, während sich der Chor rings um das Publikum verteilt. Die Zuhörerinnen und Zuhörer stehen oder sitzen damit im Zentrum des mehrstimmigen Gesangs.
Klang aus allen Richtungen
„Spem in alium“ zählt zu den bekanntesten Werken des englischen Renaissance-Komponisten Thomas Tallis. Die Motette besteht aus 40 eigenständigen Gesangsstimmen. Ihre Wirkung beruht wesentlich darauf, dass die Stimmen räumlich voneinander getrennt erklingen und sich dennoch zu einem gemeinsamen Klang verbinden.
Die Komposition steht in einer Tradition groß besetzter Vokalmusik, die sich im 16. Jahrhundert ausgehend von Venedig entwickelte. Solche Stücke nutzten die Architektur großer Kirchen: Mehrere Sängergruppen wurden an unterschiedlichen Stellen im Raum positioniert. Dadurch wechselten musikalische Motive zwischen den Gruppen und erreichten das Publikum aus verschiedenen Richtungen.
Drei kurze Aufführungen
Im Bremer Dom wird dieses Prinzip durch die Aufstellung rund um die Zuhörerschaft aufgegriffen. Statt eines durchgehenden Konzertabends sind drei Aufführungstermine angesetzt. Angaben zu einer vorherigen Anmeldung oder einem Kartenvorverkauf enthält die Ankündigung nicht.
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St. Petri Dom BremenKommentare
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