Zwischen Bildschirmfarben und Malerei: Lawrynowicz zeigt Werke
Der Bremer Kunststipendiat Lukasz Lawrynowicz stellt bis zum 30. September im Haus der Bürgerschaft aus. Zu sehen sind Arbeiten aus seinem Aufenthalt in Bremen.
Der polnische Künstler Lukasz Lawrynowicz zeigt derzeit seine in Bremen entstandenen Arbeiten im Haus der Bürgerschaft. Die Ausstellung läuft bis Mittwoch, 30. September. Besuche sind zu den Öffnungszeiten des Parlamentsgebäudes möglich: montags von 10 bis 20 Uhr sowie dienstags bis freitags von 10 bis 18 Uhr.
Lawrynowicz ist aktueller Träger des Bremer Kunststipendiums. Das dreimonatige Programm ermöglicht Kunstschaffenden aus Bremens Partnerstädten einen Aufenthalt in der Stadt. In den letzten Wochen präsentieren die Stipendiaten ihre neuen Arbeiten im Parlamentsgebäude.
Digitale Eindrücke auf Leinwand
Der 1991 in Koszalin geborene Maler arbeitet überwiegend in großen Formaten. Dabei setzt er Pinsel, Farbroller und Sprühfarbe ein. Motive und Farben aus digitalen Bildwelten verbindet er mit Beobachtungen aus seiner Umgebung, persönlichen Stimmungen und Einflüssen aus der Musik.
Leuchtende Blau- und Grüntöne, wie sie von Bildschirmen bekannt sind, treffen in den Werken auf Strukturen realer Oberflächen. Auf diese Weise entstehen unterschiedliche Ebenen sowie Wechselwirkungen zwischen Tiefe und Transparenz. Die Bilder folgen keiner abgeschlossenen Erzählung, sondern lassen Raum für eigene Assoziationen und für die Auseinandersetzung mit Übergängen zwischen analoger und digitaler Wahrnehmung.
Drei Monate in Bremen
Lawrynowicz studierte Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Danzig. Heute lehrt er Bildende Kunst an der Technischen Universität Danzig und lebt und arbeitet in Gdynia und Danzig.
Das Bremer Kunststipendium wird seit 22 Jahren von der Bremischen Bürgerschaft und der Bremer Heimstiftung vergeben. Während ihres Aufenthalts wohnen die ausgewählten Kunstschaffenden in einer Einrichtung der Heimstiftung. Sie können Bremer Museen besuchen und Kontakte zur lokalen Kunstszene aufbauen.
Originalquelle
Bremische BürgerschaftKommentare
Ihre Meinung zu diesem Artikel. Beiträge erscheinen sofort; die Redaktion liest mit und entfernt, was gegen Recht oder Anstand verstößt.