Zwei Pfefferspray-Einsätze beim Oldenburger Stadtfest
Das Stadtfest in Oldenburg verlief laut Polizei überwiegend ruhig. Am Samstagabend registrierten Einsatzkräfte dennoch mehrere Körperverletzungen und zwei mutmaßliche Sexualdelikte.
Das dreitägige Oldenburger Stadtfest ist nach Angaben der Polizei überwiegend friedlich verlaufen. Am besonders stark besuchten Samstagabend kam es allerdings zu mehreren Auseinandersetzungen, zwei mutmaßlichen Pfefferspray-Einsätzen und Ermittlungen wegen sexueller Belästigung. Die Polizei sprach 15 Platzverweise aus und nahm eine Person in Gewahrsam.
Pfefferspray am Waffenplatz
Am Waffenplatz soll ein Unbekannter gegen 22.45 Uhr Pfefferspray eingesetzt haben. Mehrere unbeteiligte Menschen erlitten Atemwegsreizungen. Kurz vor 1.30 Uhr soll ein 62-Jähriger dort erneut Pfefferspray versprüht haben; zwei Menschen wurden verletzt. In beiden Fällen ermittelt die Polizei.
Auch an anderen Orten in der Innenstadt wurden Auseinandersetzungen gemeldet. An der Staulinie soll ein 40-Jähriger von mehreren Personen geschlagen worden sein. Nach bisherigem Ermittlungsstand soll er zuvor selbst eine andere Person attackiert haben. Am Lappan und in der Ritterstraße nahm die Polizei weitere Körperverletzungen auf. Die jeweiligen Abläufe sind noch nicht abschließend geklärt.
Ermittlungen nach Übergriffen
Auf dem Waffenplatz gerieten gegen 1.30 Uhr mehrere Jugendliche aneinander. Die Polizei übergab die beteiligten Jugendlichen anschließend ihren Eltern. Gegen 2 Uhr soll ein 25-Jähriger einer Jugendlichen ans Gesäß gefasst haben. Er erhielt einen Platzverweis; die Polizei leitete ein Verfahren wegen sexueller Belästigung ein.
Eine Stunde später soll ein 20-Jähriger am Lappan versucht haben, eine 23-Jährige im Intimbereich zu berühren. Nachdem Umstehende ihn ansprachen, sei es zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen gekommen. Auch hierzu laufen Ermittlungen.
Kontrollen für Jugendliche
Während des Stadtfests waren zahlreiche Einsatzkräfte in der Innenstadt unterwegs. Polizei und Stadt führten zudem Jugendschutzkontrollen zu Alkohol, Tabakwaren und E-Zigaretten durch. Nach Einschätzung der Polizei konnten Einsatzkräfte Konflikte auch durch eine hohe Präsenz und Videoüberwachung teils frühzeitig erkennen und verhindern.
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