Kultur

Zwei Bremerhavener Museen verbinden Klima und Migration

Klimahaus und Auswandererhaus eröffnen 2027 zwei aufeinander abgestimmte Ausstellungen. Das AWI steuert Forschung und Exponate bei.

30. September 2026, 02:00 Uhr 1 Min. Lesezeit 1 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft
Klimahaus Bremerhaven (Archivfoto)
Klimahaus Bremerhaven (Archivfoto) | Foto: Till F. Teenck / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Das Klimahaus Bremerhaven und das Deutsche Auswandererhaus eröffnen am 1. Mai 2027 eine gemeinsame Doppelausstellung über Umwelt und Migration. Beide Häuser beleuchten aus unterschiedlichen Perspektiven, warum Menschen ihre Heimat verlassen und wie sich Einwanderung auf Gesellschaften und Lebensräume auswirkt.

Partner des Projekts ist das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Bremerhaven. Es bringt wissenschaftliche Erkenntnisse und Ausstellungsstücke ein. Das Vorhaben gehört zum Programm anlässlich des 200-jährigen Bestehens Bremerhavens.

Folgen der Klimakrise

Das Klimahaus zeigt unter dem Titel „Gehen oder bleiben?“ Ursachen und Folgen klimabedingter Migration. Thematisiert werden unter anderem steigende Temperaturen, schmelzende Gletscher und der Anstieg des Meeresspiegels. Die Ausstellung stellt dar, wie solche Veränderungen den Zugang zu Wasser, Nahrung, Gesundheit und bewohnbarem Land gefährden.

Zeitzeugenberichte sollen verdeutlichen, dass viele Betroffene nicht frei entscheiden können, ob sie ihre Heimat verlassen. Zugleich geht es um Anpassungsmaßnahmen und die Frage, wie erzwungene Abwanderung verhindert werden kann. Die Schau läuft bis zum 31. Dezember 2027.

Vier Weltregionen

Das Deutsche Auswandererhaus präsentiert parallel „Change. Wer verändert wen?“. Die Ausstellung führt von Bremerhaven in die Serengeti, die Arktis, den brasilianischen Regenwald und an die Nordseeküste. Sie verbindet 200 Jahre Migrations- und Umweltgeschichte mit gegenwärtigen Konflikten.

Zu den Themen gehören europäische Naturschutzkonzepte und die Rechte der Bevölkerung in der Serengeti, traditionelles Wissen der Sámi sowie wissenschaftliche Forschung in der Arktis. Auch der Anteil europäischer Eingewanderter an der Zerstörung des Regenwaldes wird behandelt. Zudem nimmt die Schau koloniale Geschichte und neue Ansätze für den Umweltschutz in den Blick. Sie endet am 31. Oktober 2027.

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Bremerhaven

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