Wunderline: Mangel an Bahnübergang verzögert Start weiter
An einem neu gebauten Bahnübergang in Bunde drohen Fahrzeuge aufzusetzen. Die Bahn lässt ihn deshalb bewachen, obwohl regulär noch keine Züge fahren.
Ein technisch fehlerhafter Bahnübergang in Bunde sorgt für ein weiteres Problem beim Ausbau der Wunderline zwischen Bremen und Groningen. Am Heerenweg entspricht der neu errichtete Übergang nach Angaben der Deutschen Bahn nicht den technischen Anforderungen. Fahrzeuge könnten dort aufsetzen.
Die Bahn hat deshalb seit Ende Juli Personal mit der Sicherung des Übergangs beauftragt. Der Posten soll den Übergang bei Zugfahrten manuell absichern. Regulärer Personenverkehr fährt auf der Strecke bislang nicht.
Überwachung trotz leerer Strecke
Nach Angaben eines Streckenpostens sind die Mitarbeiter im Zwei-Schicht-System vor Ort. Die Bahn erklärte dagegen, der Übergang werde in dieser Woche täglich von 8 bis 16 Uhr überwacht. Über Kosten für den Einsatz machte das Unternehmen keine Angaben.
Die Strecke ist laut Bahn seit dem 30. Juli technisch abgenommen. Sie darf für Test-, Schulungs- und Erkundungsfahrten mit bis zu 70 Stundenkilometern genutzt werden. Ende Juli fanden demnach zehn Belastungsfahrten statt, 15 weitere stehen noch aus. Einen Termin dafür nannte die Bahn nicht.
Straße soll erneut gesperrt werden
Die Mängel am Übergang sollen im September behoben werden. Dafür soll die Straße am Heerenweg nach Angaben von Anliegern erneut gebaut und für rund zwei Wochen gesperrt werden. Das sorgt bei Betroffenen für Unmut.
Die Bahnstrecke zwischen Bad Nieuweschans und Ihrhove wird nach dem Ausfall der Friesenbrücke seit 2015 abschnittsweise neu aufgebaut. Die Inbetriebnahme der Verbindung Bremen–Groningen wurde bereits mehrfach verschoben. Zuletzt hatte die Bahn Mitte 2026 als Ziel genannt. Wann der reguläre Verkehr nun beginnt, will das Unternehmen nach eigenen Angaben in Kürze mitteilen.
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