Wie Social Media unser Bild der Arktis prägt
Die Konzeptkünstlerin Swaantje Güntzel spricht am 8. Oktober in Bremen über inszenierte Arktisbilder und KI-generierte Tierrettungsvideos.
Wie beeinflussen soziale Netzwerke die Vorstellung von der Arktis? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Konzeptkünstlerin Swaantje Güntzel bei einem Gespräch am Donnerstag, 8. Oktober, in der Städtischen Galerie Bremen. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Im Mittelpunkt stehen digitale Bilder und Erzählungen über die Polarregion. Güntzel untersucht insbesondere KI-generierte Videos, in denen Tiere vor arktischen Kulissen gerettet werden. Sie betrachtet außerdem weitere Onlineplattformen, auf denen bestimmte Vorstellungen von der Arktis entstehen und verbreitet werden.
Inszenierte Naturbilder
Die Künstlerin fragt, welches Verhältnis zwischen Menschen, Tieren und Natur diese Darstellungen vermitteln. Dabei geht es auch darum, was die inszenierten Bilder über die Wahrnehmung der menschengemachten Klimakrise aussagen.
Teil ihrer Untersuchung ist zudem die digitale Kommunikation wissenschaftlicher Einrichtungen, die sich mit der Arktis befassen. Güntzel nimmt in den Blick, wie sich solche Institutionen online präsentieren und welche Bilder der Polarregion sie dabei vermitteln.
Kunst trifft Forschung
Güntzel setzt sich seit mehr als 20 Jahren mit Landschaftsveränderungen durch menschliche Eingriffe auseinander. Zu ihren Themen zählen der Klimawandel, Plastik in den Meeren, das Artensterben und die psychischen Folgen dieser Entwicklungen. Für ihre Arbeiten kooperiert sie häufig mit der Wissenschaft.
Das Gespräch führt Ingmar Lähnemann, Kurator der Städtischen Galerie. Die Veranstaltung im Buntentorsteinweg wird gemeinsam mit dem Hanse-Wissenschaftskolleg organisiert.
Schauplatz
Originalquelle
Senatspressestelle BremenKommentare
Ihre Meinung zu diesem Artikel. Beiträge erscheinen sofort; die Redaktion liest mit und entfernt, was gegen Recht oder Anstand verstößt.