Weiser, Füllkrug, Grüll: Drei Gesichter von Werders Aufschwung
Werder Bremen sorgt mit Comeback-Qualitäten für Aufmerksamkeit. Beim 3:2 gegen Augsburg prägten Weiser, Füllkrug und Grüll die späte Wende.
Werder Bremen hat mit dem 3:2 gegen den FC Augsburg seinen derzeitigen Aufschwung fortgesetzt. Die Mannschaft holte im Weserstadion einen 0:2-Rückstand auf. Mitchell Weiser erzielte den Siegtreffer in der dritten Minute der Nachspielzeit.
Eine solche Wende war Werder in einem Bundesliga-Heimspiel lange nicht gelungen. Zuletzt hatten die Bremer 2002 vor eigenem Publikum einen Rückstand von zwei Toren noch in einen Sieg verwandelt.
Weisers spätes Glück
Für Weiser war das Tor zugleich der vorläufige Höhepunkt seines persönlichen Comebacks. Der 32-Jährige hatte wegen eines Kreuzbandrisses rund 14 Monate gefehlt und eine komplette Bundesliga-Saison verpasst. Nach seiner schrittweisen Rückkehr entschied er nun die Partie gegen Augsburg kurz vor dem Abpfiff.
Auch Niclas Füllkrug spielte bei der Aufholjagd eine wichtige Rolle. Der zurückgekehrte Angreifer hat damit bereits in seinem vierten Spiel seit dem Comeback erneut Einfluss auf Werders Leistung genommen. Seine Willenskraft zählt derzeit ebenso zu den prägenden Faktoren wie Weisers Rückkehr.
Grüll setzt Akzente
Marco Grüll trug ebenfalls maßgeblich zur Wende gegen Augsburg bei. Besonders seine Spielintelligenz fällt in einer Mannschaft auf, die Rückschläge derzeit besser verarbeitet und Spiele auch in der Schlussphase noch verändern kann.
Der Erfolg am vierten Bundesliga-Spieltag verbindet damit mehrere Entwicklungen: Weiser meldet sich nach langer Verletzungspause zurück, Füllkrug übernimmt sofort wieder Verantwortung und Grüll gibt dem Bremer Spiel wichtige Impulse. Das 3:2 steht deshalb nicht nur für drei Punkte, sondern auch für die derzeitige Widerstandskraft der Mannschaft.
Originalquelle
taz.deKommentare
Ihre Meinung zu diesem Artikel. Beiträge erscheinen sofort; die Redaktion liest mit und entfernt, was gegen Recht oder Anstand verstößt.