Wasserpest wächst kaum: Werdersee kommt 2026 ohne Mahd aus
Kontrolltauchgänge zeigen nur geringen Bewuchs im Werdersee. Baden und Wassersport waren 2026 nicht beeinträchtigt. Vor der nächsten Saison folgen neue Prüfungen.
Die Wasserpest hat sich im Werdersee 2026 nicht nennenswert ausgebreitet. Auch bei der abschließenden Kontrolle im Herbst stellten Taucherinnen und Taucher nur einen geringen Bewuchs fest. Eine Mahd war deshalb nicht notwendig. Baden und Wassersport konnten während der Saison ohne Einschränkungen stattfinden.
Warum die invasive Wasserpflanze in diesem Jahr kaum wuchs, ist noch nicht abschließend geklärt. Als mögliche Ursache nennt das Bremer Umweltressort die gezielte Herbstmahd im Vorjahr. Auch das Wetter dürfte eine Rolle gespielt haben.
Trübes Wasser bremst Wachstum
Im Frühjahr 2026 waren die Temperaturen niedriger und die Sonneneinstrahlung geringer als im vergleichbaren Zeitraum 2025. Dadurch könnten sich Kieselalgen im Wasserkörper schneller entwickelt haben als die Wasserpest am Gewässergrund. Der hohe Algenanteil trübte das Wasser dauerhaft und verschlechterte die Lichtverhältnisse für die Pflanze.
Die Lage kann sich nach Angaben der Behörde im kommenden Jahr wieder ändern. Entscheidend sind unter anderem Witterung, Nährstoffe und die Konkurrenz zwischen Plankton und größeren Wasserpflanzen. Für eine erneute Ausbreitung liegt ein Managementkonzept vor, das die Wasserbehörde mit der Hanseatischen Naturentwicklung GmbH, Fachleuten und Nutzergruppen erarbeitet hat.
Heimische Arten nachgewiesen
Bei den Tauchgängen wurden neben der Wasserpest fünf heimische Arten größerer Wasserpflanzen festgestellt. Zwei davon stehen auf der Roten Liste. Das Umweltressort untersucht nun unter anderem den Zusammenhang zwischen Sedimentstärke und Wasserpest. Geprüft werden außerdem Flachwasserzonen, eine gezielte Ansiedlung heimischer Pflanzen und Möglichkeiten zur Beeinflussung der Wassertrübung.
Vor Beginn der Badesaison und der traditionellen Ruderregatta 2027 sollen erneut Kontrolltauchgänge stattfinden. Falls die Wasserpest dann stärker wächst, will die Behörde frühzeitig Maßnahmen aus dem Managementkonzept einleiten.
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Senatspressestelle BremenKommentare
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