Wärmeplan für Syke setzt auf Sanierungen und Wärmepumpen

Syke will den Wärmebedarf bis 2040 um rund ein Viertel senken. Für das Zentrum wird ein Wärmenetz geprüft, andernorts stehen dezentrale Lösungen im Fokus.

Panorama 27. Oktober 2026, 09:26 Uhr 2 Min. Lesezeit 1 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft

Syke will seinen jährlichen Wärmebedarf bis 2040 von derzeit rund 230 auf etwa 174 Gigawattstunden senken. Das geht aus der kommunalen Wärmeplanung hervor, die die Stadt gemeinsam mit EWE NETZ erarbeitet und am 21. Oktober öffentlich vorgestellt hat. Zwischenziele sind 203 Gigawattstunden im Jahr 2030 und 188 Gigawattstunden im Jahr 2035.

Der Plan ist eine strategische Grundlage, aber keine verbindliche Vorgabe für einzelne Gebäude. Er verpflichtet Eigentümer weder zu einer bestimmten Heiztechnik noch zum Anschluss an ein mögliches Wärmenetz. Auch ersetzt er keine individuelle Energieberatung.

Viele ältere Heizungen

Mehr als 86 Prozent der Gebäude in Syke werden dem privaten Wohnbereich zugerechnet. Über die Hälfte der erfassten Gebäude entstand vor 1978 und damit vor der ersten Wärmeschutzverordnung. Zudem sind 30 Prozent der bekannten Heizungsanlagen älter als 20 Jahre.

Private Haushalte verursachen mehr als 71 Prozent des Wärmebedarfs. Insgesamt werden noch rund 82 Prozent der benötigten Wärme mit fossilen Energieträgern erzeugt. 61 Prozent der Gebäude besitzen einen Gasanschluss, etwa 20 Prozent werden mit Heizöl versorgt. Fossile Brennstoffe verursachen gut 97 Prozent der Treibhausgasemissionen der Wärmeversorgung.

6.800 Wärmepumpen eingeplant

Außerhalb möglicher Wärmenetzgebiete sollen vor allem dezentrale Systeme eingesetzt werden. Die Analyse kommt zu dem Ergebnis, dass Luftwärmepumpen technisch bis zu 91 Prozent des heutigen Wärmebedarfs decken könnten. Das Zielszenario berücksichtigt bis 2040 rund 6.800 Wärmepumpen. Ob diese Technik für ein Gebäude geeignet ist, muss jeweils geprüft werden. Weitere Optionen sind Biomasseheizungen, Solarthermie und hybride Anlagen.

Wärmenetz im Zentrum

Als mögliches Wärmenetzgebiet wurde unter anderem „Syke Zentrum“ ausgewiesen. Dort stehen 345 Gebäude mit einem jährlichen Wärmebedarf von knapp 23 Gigawattstunden. Rechnerisch könnten durch eine klimafreundliche Versorgung jährlich rund 5.810 Tonnen CO₂ vermieden werden.

Als Ausgangspunkt gilt das vorhandene Wärmenetz am Schulzentrum La-Chartre-Straße. Schulen, Verwaltungsgebäude, Gewerbebetriebe und ein Pflegezentrum könnten als größere Abnehmer infrage kommen. Nun sollen technische und wirtschaftliche Machbarkeit, Betreiberoptionen und das Anschlussinteresse geprüft werden. Der Wärmeplan soll veröffentlicht, erste Maßnahmen sollen umgesetzt und die Planung in fünf Jahren aktualisiert werden.

Orte

Syke

Originalquelle

Stadt Syke

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