Trialog zu psychischer Gesundheit soll fortgesetzt werden
37 Betroffene, Angehörige und Fachkräfte haben sich beim ersten Trialog des Landkreises Osterholz über psychische Gesundheit ausgetauscht.
Beim ersten Trialog des Sozialpsychiatrischen Dienstes im Landkreis Osterholz sind 37 Menschen miteinander ins Gespräch gekommen. An dem Treffen am 29. Oktober 2026 im Guttemplerhaus nahmen Menschen mit psychischen Erkrankungen, Angehörige sowie Fachkräfte teil.
Im Mittelpunkt stand die Frage, was psychische Gesundheit für die einzelnen Teilnehmerinnen und Teilnehmer bedeutet. Die drei Gruppen brachten dazu ihre unterschiedlichen Sichtweisen und persönlichen Erfahrungen ein.
Vorurteile als Belastung
In den Gesprächen wurde deutlich, dass Betroffene und ihre Familien nicht nur durch die Erkrankung und die Suche nach geeigneter Unterstützung gefordert sind. Auch Vorurteile gegenüber psychischen Erkrankungen können die Belastung verstärken.
Die Teilnehmenden sprachen sich deshalb dafür aus, psychische Erkrankungen stärker öffentlich zu thematisieren und bestehende Stigmata abzubauen. Dabei wurde auch darauf hingewiesen, dass seelische Erkrankungen grundsätzlich jeden Menschen im Laufe seines Lebens treffen können.
Weitere Treffen gewünscht
Nach Angaben des Landkreises bestand unter den Beteiligten der Wunsch nach einem regelmäßigen Austausch. Die trialogischen Treffen sollen demnach fortgesetzt werden. Ein weiterer Termin steht laut Landkreis derzeit noch nicht fest.
Der Trialog ist ein Gesprächsformat, das Betroffene, Angehörige und beruflich mit psychischen Erkrankungen befasste Menschen gleichberechtigt zusammenbringt. Ziel ist es, Erfahrungen und fachliche Perspektiven miteinander zu verbinden und das gegenseitige Verständnis zu fördern.
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Landkreis OsterholzKommentare
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