Tierische Seefahrt: DSM zeigt ungewöhnliche Passagiere
Von Bordkatzen bis Schiffsbohrwürmern: Eine Sonderausstellung in Bremerhaven erzählt noch bis Mai 2027 von Tieren auf See.
Das Deutsche Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven widmet sich den tierischen Begleitern der Seefahrt. Die Sonderausstellung „Tiere an Bord – Wissen, Ware, Wunder“ zeigt bis zum 17. Mai 2027, welche Rollen Tiere auf Schiffen spielten: als Reisegefährten und Handelsgut, aber auch als ungebetene Passagiere.
Zu sehen sind unter anderem historische Aufnahmen von Pinguinen der „Schwabenland“ und vom Bordhund Whiskey der „Gorch Fock“. Eine ausgeliehene Riesenschildkröte und ein präparierter Blauhai ergänzen die Schau. An den wissenschaftlichen Inhalten wirkten mehr als 20 Forschungseinrichtungen, Archive und Sammlungen mit.
Tiere mit Geschichte
Ein Teil der Ausstellung beschäftigt sich mit dem Kater Unsinkable Sam. Der Überlieferung nach soll er drei Schiffsuntergänge überlebt haben. Besucher können den ersten Abschnitt eines noch nicht veröffentlichten Computerspiels testen und darin aus Sicht des Katers mehrere historische Schiffe erkunden.
Weitere Stationen greifen aktuelle Bezüge zu Bremerhaven auf. In einem nachgebildeten dunklen Schiffscontainer suchen Gäste nach einer Schwarzen Witwe. Der Fund einer solchen Spinne hatte 2025 zur zeitweisen Sperrung eines Frachters geführt. Zudem ist das Knuspern des Schiffsbohrwurms zu hören. Die holzfressende Muschel war an Schäden beteiligt, die zur Schließung zweier Brücken in Bremerhaven beitrugen.
Comics und Filmsequenzen
KI-unterstützte Filme stellen historische Reisen aus der möglichen Perspektive der Tiere dar. Studierende der Hochschule Bremerhaven haben das Thema außerdem in 16 Comics umgesetzt. Großformatige Textilvorhänge erinnern an Verpackungen und Transportbehälter.
Zum Begleitprogramm gehört am 14. November die „Tierisch Lange Nacht“. Die Sonderausstellung läuft bereits seit dem 2. Juli 2026.
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