Tierische Seefahrt: DSM zeigt blinde Passagiere und berühmte Bordtiere
Das Schifffahrtsmuseum Bremerhaven erzählt von Katzen, Hunden, Pinguinen und Schädlingen auf See. Die Sonderausstellung läuft bis Mai 2027.
Von berühmten Bordkatzen bis zu eingeschleppten Spinnen: Das Deutsche Schifffahrtsmuseum (DSM) in Bremerhaven widmet Tieren auf Schiffen eine Sonderausstellung. „Tiere an Bord – Wissen, Ware, Wunder“ ist bis zum 17. Mai 2027 zu sehen.
Die Schau behandelt Tiere als Reisebegleiter, Handelsware und ungebetene Passagiere. Sie zeigt zugleich, wie Tiere Wissen vermittelten, wirtschaftlich genutzt wurden und die globale Schifffahrt beeinflussten. Acht Forschende des DSM haben die Ausstellung gemeinsam kuratiert.
Originale und Präparate
Zu sehen sind unter anderem historische Aufnahmen von Pinguinen der „Schwabenland“ und vom Bordhund Whiskey der „Gorch Fock“. Das Museum für Naturkunde Berlin stellte eine Riesenschildkröte als Leihgabe bereit. Hinzu kommt ein präparierter Blauhai, der versehentlich als Beifang auf das Forschungsschiff „Sonne“ gelangte.
Eine Station erzählt die Legende des Katers Unsinkable Sam, der drei Schiffsuntergänge überlebt haben soll. Besucher können außerdem den ersten Abschnitt eines noch unveröffentlichten Computerspiels testen und darin Schiffe aus der Perspektive des Katers erkunden.
Kleine Tiere, große Folgen
Auch unerwünschte Passagiere stehen im Mittelpunkt. In einem nachgebildeten dunklen Container gilt es, eine Schwarze Witwe zu entdecken. Eine weitere Station macht die Fraßgeräusche des Schiffsbohrwurms hörbar. Das Tier ist trotz seines Namens eine Muschel und hat in Bremerhaven zur Schädigung von Brücken beigetragen.
Filme zeigen mögliche Perspektiven der Tiere auf ihre Reisen. Studierende der Hochschule Bremerhaven steuerten zudem 16 Comics bei. Am 14. November ist eine „Tierisch Lange Nacht“ geplant. Begleitend zur Ausstellung veranstaltet das DSM einen Wettbewerb für Schulklassen der Jahrgänge 3 bis 13: Sie sollen aus Keksen Schiffe für den Transport und Schutz von Tieren entwerfen.
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