Stuhr tilgt letzte Altschulden nach mehr als 20 Jahren
Die Gemeinde Stuhr hat am 15. Juli ihre letzten Kredite aus den Jahren 2001 und 2002 abbezahlt. Für neue Infrastrukturprojekte sind jedoch weitere Darlehen geplant.
Die Gemeinde Stuhr ist seit dem 15. Juli 2026 schuldenfrei. Mit der letzten Rate wurden Kredite aus den Jahren 2001 und 2002 vollständig getilgt. Damit endet nach Angaben der Verwaltung eine mehr als zwei Jahrzehnte andauernde Phase kommunaler Verschuldung.
Die Gemeinde verweist darauf, in den vergangenen Jahren zugleich umfangreich investiert zu haben. Seit 2020 seien Maßnahmen im Gesamtumfang von mehr als 40 Millionen Euro umgesetzt worden. Konkrete einzelne Vorhaben aus diesem Zeitraum nennt die Mitteilung nicht.
Neue Kredite für Projekte
Die aktuelle Schuldenfreiheit bedeutet allerdings nicht, dass Stuhr dauerhaft ohne Kredite bleiben wird. Für anstehende Vorhaben plant die Gemeinde neue Investitionsdarlehen. Dazu zählen der Neubau eines Hallenbads, die Erweiterung der KGS Brinkum, Hochwasserschutzmaßnahmen sowie der Neubau von zwei Feuerwehrhäusern im Rahmen des Feuerwehrbedarfsplans.
Kämmerer Peer Beyersdorff unterscheidet die geplanten Darlehen von den nun abgelösten Krediten: Die Altschulden seien aus einer früheren angespannten Finanzlage entstanden. Neue Kredite sollen gezielt Investitionen finanzieren, die das kommunale Vermögen langfristig stärken.
Spielraum im Haushalt
Bürgermeister Stephan Korte sieht in der Tilgung das Ergebnis der Haushaltsführung der vergangenen Jahre. Nach Darstellung der Gemeinde wurden dabei zentrale Entwicklungsprojekte umgesetzt, ohne die finanzielle Stabilität zu gefährden. Die schuldenfreie Ausgangslage soll nun den Spielraum für die kommenden Infrastrukturmaßnahmen verbessern.
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