Stuhr nimmt kommunale Gebäude beim Energieverbrauch ins Visier
Energiemanager Eik Adebahr soll Verbräuche erfassen und Einsparpotenziale aufdecken. Den Anfang machen zwei Gesamtschulen.
Die Gemeinde Stuhr baut ein systematisches Energiemanagement für ihre Gebäude auf. Verantwortlich dafür ist Eik Adebahr, der die neu geschaffene Aufgabe seit August wahrnimmt. Der 56-Jährige soll den Verbrauch von Strom, Wärme und Wasser erfassen, Einsparmöglichkeiten ermitteln und damit laufende Kosten sowie Treibhausgasemissionen reduzieren.
Adebahr ist Diplom-Ingenieur für technischen Umweltschutz und Fachingenieur für regenerative Energietechnik. Zudem ist er im Qualitäts- und Umweltmanagement qualifiziert.
Schulen machen den Anfang
Zunächst stehen die Kooperativen Gesamtschulen in Brinkum und Moordeich im Mittelpunkt. Dort sollen digitale Messgeräte sowie die notwendige Regeltechnik installiert werden. Weitere kommunale Liegenschaften sollen nach einer Priorisierung folgen.
Geplant ist außerdem eine Software, mit der die Gemeinde Verbrauchsdaten fortlaufend erfassen, kontrollieren und auswerten kann. Auffällige Entwicklungen sollen dadurch früher sichtbar werden. Mindestens 30 Prozent des kommunalen Wärmeverbrauchs will Stuhr in dieses Energiecontrolling einbeziehen.
Erste Auswertung 2027
Zu Adebahrs Aufgaben gehört auch der Aufbau organisatorischer Abläufe. Dazu soll unter anderem eine Dienstanweisung für den Umgang mit Energie in den gemeindeeigenen Gebäuden entstehen. Neben technischen Veränderungen setzt die Gemeinde auf einen bewussteren Umgang mit Strom, Gas und Wasser im Arbeitsalltag.
Erste Daten aus den ausgewählten Gebäuden sollen im zweiten Quartal 2027 vorliegen. Eine belastbare Bilanz der Einsparungen erwartet die Gemeinde erst nach dem Ende des Jahres 2027. Dafür sollen die Jahresverbräuche von 2026 und 2027 miteinander verglichen werden.
Die Stelle des Energiemanagers wird für drei Jahre zu 70 Prozent vom Bund finanziert. Langfristig soll das Energiemanagement den Energiebezug der kommunalen Gebäude verringern und den Gemeindehaushalt entlasten.
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