Strohmann kritisiert Merz bei Kommunikation und Personalpolitik
Bremens CDU-Landeschef Heiko Strohmann hat Friedrich Merz im Bundesvorstand kritisiert. Er fordert einen anderen Führungsstil an der Parteispitze.
Der Bremer CDU-Landesvorsitzende Heiko Strohmann hat Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz nach eigenen Angaben im CDU-Bundesvorstand kritisch angesprochen. Kommunikation und Personalpolitik des Parteivorsitzenden hält Strohmann für verbesserungsbedürftig.
In einem Interview sagte Strohmann, er habe Merz sinngemäß daran erinnert, dass eine Partei anders geführt werde als ein Unternehmen. Der Kanzler sei über die Kritik „etwas konsterniert“ gewesen.
Führung einer Partei
Strohmann beanstandet vor allem die öffentliche Wirkung der Union. Merz mache seine Arbeit als Regierungschef nach dessen Einschätzung überwiegend gut. Die Aufgaben als Parteivorsitzender seien jedoch weitergehend. An der Spitze einer Partei seien persönliche Bindungen und eine stärkere emotionale Ansprache wichtig.
Der Bremer CDU-Chef fordert zudem, die Landesverbände in Nord- und Ostdeutschland stärker in den Blick zu nehmen. Er sieht dort die Gefahr, dass politische Perspektiven und Erfahrungen in der bundesweiten Parteiarbeit zu wenig wahrgenommen werden.
Kritik im Bundesvorstand
Mit seiner Wortmeldung richtet Strohmann den Fokus auf die innerparteiliche Zusammenarbeit in der CDU. Seine Kritik betrifft sowohl die Kommunikation nach außen als auch Entscheidungen über Personal. Konkrete personelle Einzelfälle nannte er in den vorliegenden Angaben nicht.
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Der TagesspiegelKommentare
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