„Stellar“ als emissionsärmstes Schiff in Bremerhaven ausgezeichnet
Beim Hafenkongress Envoconnect hat bremenports drei Umweltpreise vergeben. Zudem warb Senatorin Kristina Vogt für eine grüne Transportachse nach Halifax.
Das Containerschiff „Stellar“ der Reederei CMA CGM ist von bremenports als emissionsärmstes Schiff des Jahres ausgezeichnet worden. Die Ehrung wurde zum Abschluss der Hafenkonferenz Envoconnect 2026 vergeben, an der knapp 150 Fachleute aus Hafenwirtschaft, Logistik, Schifffahrt, Industrie und Wissenschaft teilnahmen.
Die „Stellar“ erreichte im Environmental Ship Index (ESI) 90,5 Punkte und lief Bremerhaven 14 Mal an. Der Index bewertet, in welchem Umfang Schiffe gesetzliche Umweltvorgaben freiwillig übertreffen. Einbezogen werden unter anderem der Ausstoß von Stickoxiden, Schwefeloxiden und Feinstaub sowie Energieeffizienz, CO₂-Minderung und die Nutzung von Landstrom.
Vorstoß für Halifax-Verbindung
Bremens Wirtschafts- und Häfensenatorin Kristina Vogt regte bei der Preisverleihung einen sogenannten Green Corridor zwischen den Bremischen Häfen und Halifax in Kanada an. Dabei handelt es sich um eine Transportachse, auf der der Warenverkehr umweltverträglicher organisiert werden soll. Vogt brachte CMA CGM als möglichen Partner ins Gespräch. Ein Vertreter der Reederei sagte zu, den Vorschlag zu prüfen. Eine konkrete Vereinbarung gibt es bislang nicht.
Den Preis für die emissionsärmste Flotte erhielt zum zweiten Mal in Folge die japanische Reederei NYK Line. Vier ihrer regelmäßig in Bremerhaven eingesetzten Schiffe kamen bei insgesamt 26 Anläufen auf den besten durchschnittlichen ESI-Wert im Vergleich der bewerteten Flotten. Das Unternehmen verfolgt nach eigenen Angaben das Ziel, seine Emissionen bis 2030 gegenüber 2021 um 45 Prozent zu senken und bis 2050 bilanziell klimaneutral zu werden.
Ehrung für Naturschutzarbeit
Der Engagement-Preis ging an die Biologin Martine Marchand. Sie begleitet seit Jahrzehnten Hafenprojekte als Gutachterin und Beraterin. Dabei entwickelt sie Ausgleichsmaßnahmen für Eingriffe in Natur und Landschaft. Hervorgehoben wurde insbesondere ihre wissenschaftliche Begleitung von Naturschutzmaßnahmen auf der Luneplate.
bremenports vergibt die Umweltpreise seit 2014. Die diesjährige Konferenz befasste sich mit der Umstellung von Häfen und Lieferketten auf nachhaltigere Verfahren sowie der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und weiteren Beteiligten.
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