Steigender Meeresspiegel erhöht Sturmflutrisiko in Bremen
Klimaprojektionen erwarten deutlich höhere Wasserstände bei Nordseesturmfluten. Für Bremen und Bremerhaven wächst damit der Druck auf den Hochwasserschutz.
Steigende Meeresspiegel könnten Sturmfluten an der Nordseeküste und entlang der Weser bis zum Ende dieses Jahrhunderts deutlich höher auflaufen lassen. Für die Deutsche Bucht rechnen Fachleute bei einem Meeresspiegelanstieg von bis zu 80 Zentimetern und veränderten Windverhältnissen mit zusätzlich 40 bis 120 Zentimetern höheren Sturmflutwasserständen.
Wie häufig und wie heftig Nordseestürme künftig auftreten, ist nach den aktuellen Klimaprojektionen dagegen noch nicht eindeutig vorherzusagen. Modelle deuten jedoch darauf hin, dass Winterstürme stärker werden könnten. Eine systematische Veränderung des Windklimas über der Nordsee ist bislang nicht festgestellt worden.
Meeresspiegel steigt weiter
Der weitere Anstieg des Meeresspiegels gilt nach Einschätzung des Weltklimarats IPCC als sicher. Bis zum Jahr 2300 reichen die globalen Projektionen je nach Entwicklung der Treibhausgasemissionen von 0,8 bis 2 Metern bis zu 1,9 bis 4,1 Metern. Für die deutsche Küste wird eine ähnliche Entwicklung erwartet.
Höhere mittlere Wasserstände verstärken die Folgen von Sturmereignissen: Das Wasser kann bei Sturmfluten von einem höheren Ausgangsniveau auflaufen. Bremen und Bremerhaven waren bereits wiederholt von teils schweren Sturmfluten betroffen. An der Bremer Pegelstation Große Weserbrücke fallen zahlreiche der höchsten gemessenen Tidewasserstände in die Zeit nach 1991.
Vorsorge in gefährdeten Gebieten
Mit den Risiken künftiger Hochwasser hat sich auch das Projekt BREsilient beschäftigt. Es nahm von 2017 bis 2023 unter anderem die Bremer Gebiete Pauliner Marsch und Im Suhrfelde in den Blick. Dort ging es um die Frage, wie sich Menschen auf mögliche Hochwasserereignisse vorbereiten können.
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klimaanpassung.bremen.de (recherchiert)Kommentare
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