Stasi-Ausstellung bringt Überwachungsakten nach Bremen
Das Staatsarchiv zeigt ab 24. September Dokumente und Objekte zur DDR-Staatssicherheit. Am Einheitswochenende folgen ein Podium und Hilfe bei Aktenanträgen.
Eine Wanderausstellung im Staatsarchiv Bremen beleuchtet ab Donnerstag, 24. September, die Arbeit der DDR-Staatssicherheit und die Folgen der Überwachung. Unter dem Titel „Alles Wissen wollen. Die Stasi und ihre Dokumente“ sind bis zum 2. November insgesamt 21 ausgewählte Objekte als Faksimiles zu sehen. Der Eintritt ist frei.
Die sieben Vitrinen veranschaulichen Methoden der Geheimpolizei und persönliche Schicksale. Zu den Exponaten gehört ein aus Alufolie und Krepppapier gefertigtes „A“ für Ausreise. Ein Ehepaar hatte den Buchstaben 1985 in sein Wohnungsfenster gehängt und kam daraufhin in Untersuchungshaft.
Dokumente und Aufnahmen
Ein weiteres Beispiel ist ein Observationsfoto aus dem Jahr 1986. Es zeigt einen Beteiligten des Anschlags auf die West-Berliner Diskothek „La Belle“ beim Betreten der libyschen Botschaft in Ost-Berlin. QR-Codes an den Vitrinen führen zu ergänzenden Informationen im Internet. Dort stehen knapp 400 Dokumente, Fotos, Tonaufnahmen und Filme bereit.
Podium und Akteneinsicht
Am Freitag, 2. Oktober, beginnt um 17.30 Uhr ein Podiumsgespräch im Staatsarchiv. Daniela Münkel vom Stasi-Unterlagen-Archiv, die SED-Opferbeauftragte Evelyn Zupke und Thomas Köcher von der Landeszentrale für politische Bildung Bremen sprechen über die Bedeutung der Unterlagen für das heutige Demokratieverständnis. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung per E-Mail beim Staatsarchiv wird erbeten.
Von 10 bis 19 Uhr können Besucher an diesem Tag außerdem einen Antrag auf Einsicht in Stasi-Akten stellen. Ein Mitarbeiter des Bundesarchivs unterstützt dabei. Das neue Themenheft „Die Stasi und Bremen“ ist ebenfalls erhältlich.
Öffnungszeiten der Ausstellung
Die Ausstellung im Staatsarchiv am Staatsarchiv ist montags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr sowie freitags von 9 bis 13 Uhr geöffnet. Am 2. Oktober gelten verlängerte Zeiten von 9 bis 19 Uhr, am 3. Oktober ist von 10 bis 17 Uhr geöffnet.
Schauplatz
Originalquelle
Senatspressestelle BremenKommentare
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