Spiekeroog verstärkt Süderdünen mit 80.000 Kubikmetern Sand
Auf Spiekeroog beginnt eine 1,5 Millionen Euro teure Dünenverstärkung. Der Schutzwall vor dem Zeltplatz war durch Sturmfluten stark geschädigt worden.
Auf Spiekeroog hat die Verstärkung der Süderdünen begonnen. Niedersachsens Umwelt- und Klimaschutzminister Christian Meyer gab bei einem Besuch der Insel mit einem symbolischen Spatenstich den Start für das Vorhaben. Rund 80.000 Kubikmeter Sand sollen eingebracht werden. Die Kosten liegen bei etwa 1,5 Millionen Euro.
Der Dünenzug vor dem Zeltplatz sichert den westlichen Teil der Insel. Die zuletzt 2017 verstärkten Dünen wurden nach Angaben des Landes durch Sturmfluten in den vergangenen Winterhalbjahren größtenteils wieder abgetragen. An einigen Stellen sei eine bis zu sieben Meter hohe Abbruchkante entstanden.
Schutz für Insel und Küste
Umgesetzt wird das Projekt vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz. Das Geld stammt aus der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes, die Bund und Länder finanzieren.
Meyer kritisierte Kürzungen des Bundes bei dieser Gemeinschaftsaufgabe. Niedersachsen müsse nach Einschätzung des Ministeriums wegen des erwarteten Meeresspiegelanstiegs 610 Kilometer Deichlinie um mehr als einen Meter erhöhen. Deiche, Dünen und weitere Schutzanlagen sicherten nach Landesangaben 14 Prozent der Landesfläche und rund 1,1 Millionen Menschen.
Freiwillige und Wasserstoff
Während seiner Sommerreise informierte sich Meyer zudem über den Einsatz von Freiwilligen in Salzwiesen auf den Inseln. Niedersachsen stellt jährlich 325 Plätze für das Freiwillige Ökologische Jahr an mehr als 200 Einsatzorten bereit.
Zum Abschluss besuchte der Minister den Kavernenspeicher STORAG Etzel. Dort wird im Projekt H2CAST die Speicherung von grünem Wasserstoff in Salzkavernen erprobt. Das Land fördert das Pilotvorhaben mit knapp acht Millionen Euro.
Originalquelle
umwelt.niedersachsen.de (recherchiert)Kommentare
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