SPD, Grüne und Linke planen kommunale Wärmegesellschaft für Bremen

Bremens Regierungsparteien wollen gemeinsam mit der swb eine Wärmegesellschaft gründen. Die Kommune soll Investitionen und Netzausbau maßgeblich mitbestimmen.

Panorama 09. Oktober 2026, 12:59 Uhr 1 Min. Lesezeit 3 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft
Logo: Bündnis 90/Die Grünen
Logo: Bündnis 90/Die Grünen | Foto: Bündnis 90/Die Grünen, gemeinfrei

SPD, Grüne und Linke wollen in Bremen eine eigenständige Wärmegesellschaft mit öffentlicher Beteiligung aufbauen. Darauf haben sich die drei Regierungsparteien nach eigenen Angaben am Freitag im Koalitionsausschuss verständigt. Mit der swb AG sollen zeitnah Verhandlungen über die Gründung beginnen.

Die kommunale Seite soll Eigenkapital beisteuern und maßgeblichen Einfluss auf Investitionsentscheidungen erhalten. Wie hoch die Beteiligung ausfallen könnte, wann die Gesellschaft gegründet werden soll und welche Investitionen vorgesehen sind, teilten die Parteien nicht mit.

Mehr Wärmenetze geplant

Im Mittelpunkt der Pläne stehen Fern- und Nahwärmenetze. Für Quartiere, die nicht oder nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand angeschlossen werden können, sollen andere gemeinschaftliche Wärmelösungen entwickelt werden. Dabei sollen unterschiedliche Energieträger zum Einsatz kommen. Eine Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern über Genossenschaften soll ebenfalls geprüft werden.

Nach Darstellung der Koalition soll die öffentliche Beteiligung dazu beitragen, den Ausbau zu beschleunigen und die Wärmeversorgung bezahlbar zu halten. Zugleich sollen weitere Unternehmen und Organisationen Kapital, Fachwissen oder technische Kapazitäten einbringen können.

Abwärme der Stahlwerke

SPD, Grüne und Linke wollen zudem untersuchen lassen, ob Abwärme der Bremer Stahlwerke wirtschaftlich für die Wärmeversorgung genutzt werden kann. Gemeinsam mit möglichen Partnern soll geklärt werden, welchen Beitrag dieses Vorhaben zur Senkung des CO₂-Ausstoßes leisten könnte.

Daneben steht eine stärkere Beteiligung an der wesernetz Bremen GmbH zur Prüfung. Die Koalition erhofft sich davon zusätzliche finanzielle und strategische Möglichkeiten beim Ausbau der Strom- und gegebenenfalls auch der Wärmenetze. Die geplante Gesellschaft mit der swb soll unabhängig davon weiterverfolgt werden. Die Beschlüsse formulieren zunächst politische Ziele und Prüfaufträge; konkrete Verträge oder Investitionsentscheidungen liegen noch nicht vor.

Originalquelle

Grüne Bremen

Teilen

Kommentare

Ihre Meinung zu diesem Artikel. Beiträge erscheinen sofort; die Redaktion liest mit und entfernt, was gegen Recht oder Anstand verstößt.

Den ersten Kommentar schreiben

Mit dem Absenden werden Name, Kommentar und Zeitpunkt öffentlich angezeigt. E-Mail-Adresse und IP-Adresse bleiben intern; die IP-Adresse wird nach 30 Tagen gelöscht.

Verwandte Artikel

Impressum · Datenschutz