Seemannsmission gibt Crews in Bremerhaven Halt an Land

Der Seamen’s Club Welcome betreut Seeleute an jedem Tag des Jahres. Viele Besatzungsmitglieder verbringen Monate auf See und kommen nur kurz an Land.

Kultur 04. November 2026, 15:41 Uhr 1 Min. Lesezeit 1 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft
Seemannsmission Bremerhaven (Archivfoto)
Seemannsmission Bremerhaven (Archivfoto) | Foto: Dr. Karl-Heinz Hochhaus / Wikimedia Commons, CC BY 3.0

Die Seemannsmission Bremerhaven bietet Schiffsbesatzungen an 365 Tagen im Jahr eine Anlaufstelle im Hafen. Im Seamen’s Club Welcome können Seeleute unter anderem Basketball und Billard spielen oder Karaoke singen. Für viele ist der Aufenthalt eine kurze Unterbrechung nach Monaten auf See.

Zu ihnen gehören die 21-jährigen philippinischen Kadettinnen Jasmine und Shan. Sie waren nach Angaben des Deutschen Schifffahrtsmuseums acht Monate auf einem Autotransportschiff unterwegs. Dessen 23-köpfiger Besatzung gehören drei Frauen an.

Belastungen auf See

Anlässlich des internationalen Tags der Seefahrenden am 25. Juni machte das Deutsche Schifffahrtsmuseum auf die Arbeitsbedingungen der Crews aufmerksam. Rund 90 Prozent des weltweiten Warenverkehrs werden demnach über das Meer abgewickelt. Seeleute sind dabei auch auf Routen durch Krisengebiete unterwegs.

Seemannspastor Uwe Baumhauer verwies besonders auf die Lage in der Straße von Hormus und im Persischen Golf. Seinen Angaben zufolge saßen dort zu diesem Zeitpunkt etwa 20.000 Seeleute fest. Einige Besatzungen müssten um ihre Sicherheit, Versorgung und Bezahlung fürchten.

Porträts im Museum

Auch das Deutsche Schifffahrtsmuseum thematisiert das Leben und die Arbeit auf See. Im Eingangsbereich sind Porträts von Seeleuten zu sehen, welche die Seemannsmission dem Museum zur Verfügung gestellt hat. Die Sonderausstellung Still Stehen – Seeleute und Geflüchtete in der Pandemie zeigt zudem, wie Menschen die Pandemiezeit an Bord erlebt haben.

Orte

Bremerhaven

Teilen

Kommentare

Ihre Meinung zu diesem Artikel. Beiträge erscheinen sofort; die Redaktion liest mit und entfernt, was gegen Recht oder Anstand verstößt.

Den ersten Kommentar schreiben

Mit dem Absenden werden Name, Kommentar und Zeitpunkt öffentlich angezeigt. E-Mail-Adresse und IP-Adresse bleiben intern; die IP-Adresse wird nach 30 Tagen gelöscht.

Verwandte Artikel

Impressum · Datenschutz