Seemannsmission Bremerhaven gibt Crews Halt an Land
Monate auf See, kleine Besatzungen und Fahrten durch Krisengebiete: In Bremerhaven finden Seeleute ganzjährig Unterstützung und Abwechslung.
Die Seemannsmission Bremerhaven betreut Schiffsbesatzungen an jedem Tag des Jahres. Im Seamen’s Club Welcome können Seeleute während kurzer Landgänge unter anderem Billard und Basketball spielen oder Karaoke singen. Das Deutsche Schifffahrtsmuseum (DSM) rückte ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen anlässlich des internationalen Tags der Seefahrenden in den Mittelpunkt.
Viele Besatzungsmitglieder verbringen mehrere Monate auf See. Zu ihnen gehören die beiden 21-jährigen Kadettinnen Jasmine und Shan von den Philippinen. Sie waren zum Zeitpunkt ihres Besuchs seit acht Monaten auf einem Autotransportschiff unterwegs. Von den 23 Menschen an Bord waren drei Frauen.
Sorgen wegen Krisengebieten
Seemannspastor Uwe Baumhauer verwies besonders auf die Lage von Seeleuten in der Straße von Hormus und im Persischen Golf. Dort saßen nach seinen Angaben rund 20.000 Besatzungsmitglieder fest. Einige müssten um ihre Sicherheit, ihre Versorgung und die Auszahlung ihrer Heuer, also ihres Arbeitslohns, fürchten.
Die Arbeit der Crews ist für den internationalen Warenverkehr von zentraler Bedeutung. Nach Angaben des DSM werden 90 Prozent aller Waren auf dem Seeweg transportiert. Gleichzeitig würden Schiffe größer, während die Zahl der Besatzungsmitglieder sinke.
Porträts im Museum
Auch das DSM greift den Alltag von Seeleuten auf. Im Eingangsbereich sind Porträts zu sehen, welche die Seemannsmission dem Museum zur Verfügung gestellt hat. Die Sonderausstellung „Still Stehen – Seeleute und Geflüchtete in der Pandemie“ schildert zudem Erfahrungen von Menschen, die während der Corona-Pandemie an Bord waren.
Wie wichtig persönliche Betreuung sein kann, zeigte sich laut Baumhauer bei einem längeren Aufenthalt der Besatzung der „Disney Adventure“ Ende 2025. Auf Wunsch der Crew feierte die Seemannsmission am 1. Januar einen Gottesdienst an Bord.
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Deutsches SchifffahrtsmuseumKommentare
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