Schulkinder verteilen Rosen und Zitronen bei Tempo-Kontrolle
Bei einer Aktion vor der Astrid-Lindgren-Schule in Hauneck-Unterhaun war mehr als ein Drittel der gemessenen Autos schneller als erlaubt.
Bei einer Geschwindigkeitskontrolle vor der Astrid-Lindgren-Schule in Hauneck-Unterhaun sind 16 von 42 überprüften Fahrzeugen schneller als die erlaubten 30 Kilometer pro Stunde gefahren. Bußgeldpflichtige Tempoverstöße stellte die Polizei am Mittwochvormittag nicht fest.
19 Kinder der Klasse 4b beteiligten sich an der Aktion „Blitz für Kids“ des Regionalen Verkehrsdienstes Hersfeld-Rotenburg. Unterstützt wurde die Kontrolle von der Kreisverkehrswacht Hersfeld-Rotenburg.
Rose oder Zitrone
Die Kinder gaben den 16 zu schnell fahrenden Personen gelbe Karten und symbolische Zitronen. Damit sollte auf die Risiken hoher Geschwindigkeiten im Schulumfeld hingewiesen werden. Zwei weitere Autofahrer mussten nach Angaben der Polizei ein Verwarngeld zahlen, weil sie nicht angeschnallt waren.
26 Fahrer hielten sich an die Vorgaben. Sie erhielten von den Schülerinnen und Schülern eine grüne Karte und eine Rose. Die Aktion setzte auf direkte Rückmeldungen durch Kinder statt ausschließlich auf Sanktionen.
Kontrollen an Schulen
Nach Einschätzung der Polizei zeigt der Anteil der zu schnellen Fahrzeuge, dass Geschwindigkeitskontrollen in der Nähe von Schulen weiterhin erforderlich sind. Kinder könnten Verkehrssituationen häufig noch nicht so sicher beurteilen wie Erwachsene und seien aufgrund ihrer Körpergröße leichter zu übersehen. Die Polizei kündigte an, das Tempo im Umfeld von Schulen auch künftig im Blick zu behalten.
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presseportal.de (recherchiert)Kommentare
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