Rindenmulch in Nordwolle-Beeten sorgt für Streit
Eine Anwohnerin kritisiert die Gestaltung von 44 Straßenbeeten im Nordwolle-Quartier. Der Bauverein Delmenhorst hält an seinem Vorgehen fest.
Die Gestaltung kleiner Straßenbeete im Delmenhorster Nordwolle-Quartier löst Kritik aus. Anwohnerin Birgit Jansen beanstandet insbesondere den Einsatz von Rindenmulch und sieht darin einen ökologischen Schaden. Der Bauverein Delmenhorst, der die Siedlung verwaltet, bleibt bei seiner Linie.
Vor den Reihenhäusern stehen insgesamt 44 einheitlich angelegte Beete mit jeweils einem Baum. Die Pflege hatte zunächst bei den Anwohnern gelegen. Weil die Flächen nach Darstellung des Bauvereins teilweise nicht ausreichend gepflegt worden seien und verwahrlosten, übernahm die Verwaltung die Aufgabe.
Beschluss zur Neugestaltung
Auf einer Eigentümerversammlung im Jahr 2024 wurde eine neue Gestaltung der Beete beschlossen. Neben jedem Baum sollten demnach zwei Grünpflanzen gesetzt und die Flächen mit Rindenmulch aufgefüllt werden. Für die Pflege sollte eine Fachfirma beauftragt werden.
Die bei der Versammlung anwesenden privaten Eigentümer stimmten dieser Lösung laut Darstellung der Meldung nicht zu. Sie wollten die Beete weiterhin selbst pflegen und keine Kosten für ein beauftragtes Unternehmen übernehmen.
Keine zusätzlichen Pflanzen
Nach Angaben der Anwohnerin wurde die beschlossene Bepflanzung anschließend nicht vollständig umgesetzt: Neben den Bäumen seien keine zusätzlichen Grünpflanzen gesetzt worden. Stattdessen sei lediglich Rindenmulch in die Beete eingebracht worden.
Das Nordwolle-Areal wurde seit dem Ende des vergangenen Jahrhunderts zu einem Quartier mit Wohnungen, Bildungseinrichtungen und musealer Nutzung entwickelt. Die ehemaligen Fabrikgebäude der Wollverarbeitung und das Gesamtensemble stehen unter Denkmalschutz.
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