Razzia in Bremer JVA: Ermittlungen gegen 23 Verdächtige
Nach Funden von Drogen, Handys und weiteren unerlaubten Waren ermittelt die Staatsanwaltschaft Bremen gegen 23 Personen.
Nach dem Fund unerlaubter Gegenstände in der Justizvollzugsanstalt Bremen-Oslebshausen ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen 23 Beschuldigte. Im Mittelpunkt steht der Verdacht, dass Drogen, Mobiltelefone und weitere Waren gegen Bezahlung in das Gefängnis gelangt sein könnten.
Zu den Beschuldigten gehören nach bisherigen Angaben zehn Inhaftierte, sechs Beschäftigte der JVA, eine Mitarbeiterin eines freien Trägers sowie sechs Personen außerhalb der Anstalt. Für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.
Zellen und Wohnungen durchsucht
Polizei und Staatsanwaltschaft durchsuchten im Zuge der Ermittlungen Zellen in der JVA sowie mehrere Wohnungen. Die Maßnahmen richten sich gegen den Verdacht der Bestechlichkeit und möglicher Schmuggelvorgänge. Beschäftigte der Anstalt sollen Gefangene mutmaßlich mit verbotenen oder nicht zugelassenen Gegenständen versorgt haben.
Auslöser der Ermittlungen waren wiederholte Funde in der Haftanstalt. Nach Angaben der Justizbehörde wurden dort unter anderem Handys, Betäubungsmittel, hochwertige Lebensmittel und Kosmetika entdeckt. Verdeckte Ermittlungen sollten klären, auf welchem Weg diese Dinge in den abgesicherten Bereich gelangten.
Vorwürfe gegen Bedienstete
Dass sich die Ermittlungen auch gegen JVA-Beschäftigte richten, wiegt besonders schwer. Ob und in welchem Umfang sie Geld oder andere Vorteile für die Weitergabe von Waren erhalten haben könnten, müssen die laufenden Ermittlungen klären. Angaben zu möglichen Anklagen oder einem Abschluss des Verfahrens liegen bislang nicht vor.
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