Rathaus Blumenthal: Siegerentwurf für neues Quartiershaus steht fest
Das historische Rathaus Blumenthal soll saniert und durch einen Neubau ergänzt werden. Der Siegerentwurf kommt aus Berlin, der Baubeginn ist für 2028 vorgesehen.
Für den Umbau des denkmalgeschützten Rathauses Blumenthal zum Quartiershaus liegt ein Siegerentwurf vor. Das Berliner Büro Felgendreher Olfs Köchling Architektur gewann gemeinsam mit Grieger Harzer Dvorak Landschaftsarchitekten den ersten Preis. Die Planungsleistung ist damit jedoch noch nicht endgültig vergeben.
In dem Gebäude sollen künftig mehrere öffentliche Einrichtungen gebündelt werden. Vorgesehen sind unter anderem Räume für Polizei und Ordnungsdienst, das Ortsamt, das Quartiersmanagement sowie Angebote des Gesundheitsamtes. Neben der Sanierung des Rathauses ist ein Erweiterungsbau mit rund 1.700 Quadratmetern Bruttogrundfläche geplant.
Kompakter Erweiterungsbau
Der erstplatzierte Entwurf trägt den Titel „Das Haus am Weg“. Er sieht neben dem Rathaus einen eigenständigen, kompakten Neubau mit Tonnendach vor. Der neue Eingang soll zum Verbindungsbereich zwischen dem Stadtteilzentrum und dem entstehenden Kämmerei-Quartier ausgerichtet werden. Zum südlich gelegenen Quartiersplatz ist eine begrünte Pergola vorgesehen.
Nach Einschätzung des Preisgerichts berücksichtigt der Entwurf die geplanten Nutzungen und geht zurückhaltend mit dem historischen Bestand um. Der erste Preis ist mit 19.000 Euro dotiert.
Zwei dritte Preise
Zwei weitere Entwürfe erhielten jeweils einen mit 9.500 Euro verbundenen dritten Preis. Pussert Kosch Architekten und Rehwaldt Landschaftsarchitekten aus Dresden schlugen einen Anbau mit diagonal verlaufender Fassade und verglastem Erdgeschoss vor. Robertneun Architekten und Lohrenengel Landschaft aus Berlin platzierten ihren Neubau hinter dem Rathaus, sodass das Denkmal von der Landrat-Christians-Straße aus im Vordergrund bleibt.
Für den im Frühjahr 2026 ausgelobten Wettbewerb hatten sich 122 Büros beworben. 15 wurden zugelassen. Vor der Juryentscheidung konnten Bürgerinnen und Bürger die Arbeiten einsehen und bewerten; ihre Einschätzungen flossen in die Beratung ein.
Baustart für 2028 geplant
Mit allen drei Preisträgern folgt nun ein Verhandlungsverfahren. Danach soll der Planungsauftrag vergeben werden. Als Ziel für den Baubeginn nennt die Stadt das Jahr 2028. Die Sanierung des Rathauses wird über das Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ gefördert.
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Senatspressestelle BremenKommentare
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