Panorama

Rasteder Straße in Gröpelingen setzt auf Regenwasser und vier neue Bäume

Nach einer Kanalsanierung ist die Rasteder Straße umgestaltet worden. Durchlässige Beläge, Tiefbeete und neue Bäume sollen Hitze und Starkregen besser abfedern.

14. September 2026, 02:00 Uhr 1 Min. Lesezeit 2 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft
Sorgten für die klimaangepasste Umgestaltung der Rasteder Straße (von links): Stephan Preuß (Leiter der Abteilung Entwurf und Neubau von Straßen im Amt für Straßen und Verkehr), Swen Pfister (Technischer Geschäftsführer Hansewasser Bremen GmbH), Bausenatorin Özlem Ünsal, Umweltsenatorin Henrike Müll
Sorgten für die klimaangepasste Umgestaltung der Rasteder Straße (von links): Stephan Preuß (Leiter der Abteilung Entwurf und Neubau von Straßen im Amt für Straßen und Verkehr), Swen Pfister (Technischer Geschäftsführer Hansewasser Bremen GmbH), Bausenatorin Özlem Ünsal, Umweltsenatorin Henrike Müll | Foto: Umweltressort

Die Rasteder Straße in Bremen-Gröpelingen ist nach einer Kanalsanierung grundlegend erneuert worden. Die Straße erhielt unter anderem versickerungsfähiges Pflaster, wasserdurchlässige Parkflächen, vier neue Bäume und eine barrierefreie Querung.

Für die zusätzlichen Maßnahmen zur Klimaanpassung standen 200.000 Euro aus dem Städtebauförderprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ bereit. Die fertiggestellte Straße wurde im Rahmen der Woche der Klimaanpassung eingeweiht.

Regenwasser bleibt im Quartier

Kern der Umgestaltung ist das sogenannte Schwammstadt-Prinzip. Regenwasser soll nicht nur abgeleitet werden, sondern möglichst vor Ort versickern und genutzt werden. Dafür wurden die vier klimarobusten Bäume in Tiefbeete gesetzt. Diese nehmen Wasser von Fahrbahn und Gehwegen auf, speichern es und versorgen Bäume sowie Begleitgrün. Durch Verdunstung kann dies zur Abkühlung des Umfelds beitragen.

Vor dem Umbau war die rund neun Meter breite Straße mit großformatigem Kopfsteinpflaster befestigt. Bäume und Vorgärten gab es dort nicht, die Gehwege grenzten direkt an die Gebäude. Bei der Planung spielten neben der erforderlichen Erneuerung des Kanals auch der Zustand der Fahrbahn, die künftige Verkehrsbelastung und die Entwässerung bei Niederschlägen eine Rolle.

Weitere Projekte vorgesehen

Die Arbeiten wurden von Bau-, Umwelt- und Verkehrsressort, hanseWasser Bremen und Umweltbetrieb Bremen koordiniert. Die gemeinsame Umsetzung mit der ohnehin nötigen Kanalsanierung wird als Huckepack-Verfahren bezeichnet. Planungen dafür begannen 2024.

Auch in der Glogauer Straße wird das Prinzip angewendet, für den Schwarzer Weg ist es vorgesehen. Nach Angaben des Senats wurden in Gröpelingen bislang mehr als 1.600 Quadratmeter Flächen entsiegelt und begrünt. Die Maßnahmen sind Teil des Integrierten Entwicklungskonzepts Gröpelingen.

Schauplatz

Rasteder Straße, Bremen

Orte

Gröpelingen

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