Radio-Bremen-Doku geht dem Pokémon-Phänomen auf die Spur
Eine neue Folge von „Y-History“ untersucht, warum Pokémon seit 30 Jahren erfolgreich ist. Die Radio-Bremen-Produktion ist ab sofort in der ARD Mediathek verfügbar.
Eine neue Dokumentation von Radio Bremen und dem Hessischen Rundfunk beleuchtet den seit 30 Jahren anhaltenden Erfolg von Pokémon. „Y-History: Der Pokémon-Hype“ ist seit dem 21. September in der ARD Mediathek abrufbar. Reporter Frederik Fleig untersucht darin die Bedeutung der Spiele, Sammelkarten und Figuren für verschiedene Generationen.
Fleig verbindet die Recherche mit seiner eigenen Kindheit. Damals verbrachte er viel Zeit mit den Pokémon-Spielen und sammelte Karten. Für die Dokumentation sucht er seine frühere Sammlung wieder hervor und geht der Frage nach, weshalb das 1996 gestartete Franchise bis heute neue Fans gewinnt.
Reise zu den Anfängen
Die Spurensuche führt den Reporter nach Japan. In Tokio besucht er ein Pokémon-GO-Festival und trifft zwei Spieler aus den USA. Im Stadtteil Akihabara zeigt ihm ein seit mehr als zehn Jahren in Japan lebender Deutscher alte Konsolen, seltene Spieleausgaben und weitere Stücke aus der Geschichte des Franchise.
Die Dokumentation zeichnet außerdem nach, wie Pokémon-Erfinder Satoshi Tajiri seine eigene Sammelleidenschaft in ein Videospiel übertrug. Aus dieser Idee entstand eine Marke, zu der inzwischen Spiele, Karten, Serien und zahlreiche weitere Produkte gehören.
Turniere und teure Karten
In Deutschland besucht Fleig eine Schule, an der Kinder weiterhin Pokémon spielen und Karten tauschen. Archivmaterial erinnert zugleich an die Kritik um die Jahrtausendwende. Erwachsene warnten damals unter anderem vor Suchtgefahr und hohen Ausgaben.
Bei einem Turnier in Frankfurt begleitet die Dokumentation die deutsche Spielerin Victoria Dallinger. Zudem kommt der frühere Vizeweltmeister Michael Kelsch zu Wort, der nach eigener Aussage vom professionellen Pokémon-Spielen lebt.
Ein weiterer Schwerpunkt ist der Handel mit seltenen Karten. Händler und Sammler Marvin Meier-Drüke berichtet von einer Karte, die er für rund 65.000 Dollar gekauft habe. Ihren heutigen Wert schätzt er auf 300.000 bis 400.000 Dollar. Die Dokumentation zeigt damit auch, wie aus früheren Tauschobjekten ein Markt für Sammler und Investoren geworden ist.
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